03:39 11 Dezember 2019
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    US-General Philip Breedlove

    NATO-General schließt negative Folgen direkter Waffenlieferungen an Kiew nicht aus

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    Waffenlieferungen an Ukraine (115)
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    Direkte Lieferungen von letalen Waffen an die Ukraine könnten sowohl positive als auch negative Resultate haben. Das sagte US-General Philip Breedlove, Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Europa, am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Kongress.

    Auf die Frage eines Abgeordneten, was Russland tun werde, wenn die USA tödliche Waffen an die Ukraine zu liefern beginnen, sagte der General: „Wir wissen nicht, was Mister Putin tun wird. Derzeit liefern wir keine letalen Waffen an die Ukraine. Aber wir sehen, dass Russland solche Waffen nach wie vor zur Verfügung stellt.“

    US-Vizeverteidigungsministerin Christine Wormuth fügte hinzu, Washington habe „andere Handlungsvarianten“. Sie äußerte die Befürchtung, dass Russland noch mehr Waffen (an die Volkswehr) liefern wird, falls die USA der Ukraine direkte Militärhilfe erweisen. „Das könnte den Konflikt weiter eskalieren lassen und noch mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung fordern.“

    Zu „anderen Instrumenten des Drucks auf Russland“ zählte Wormuth unter anderem Sanktionen. „Diese Instrumente könnten effektiver sein“, sagte sie.

    Moskau hat mehrmals erklärt, dass Russland keine Konfliktseite in der Ukraine ist und mit der Entwicklung im Osten der Ex-Sowjetrepublik nichts zu tun hat. Auf dem Territorium der Ukraine gebe es keine regulären russischen Truppen, Russland liefere auch keine Waffen und Munition an die Volkswehr, hieß es in Moskau.

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    Waffenlieferungen, Sanktionen, NATO, Christine Wormuth, Philip Breedlove, USA, Moskau, Russland, Ukraine