11:10 14 August 2020
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    Trotz der westlichen Sanktionen liefert eine Schweizer Firma militärisch nutzbares Hightech-Tarnmaterial im Wert von umgerechnet 85 Mio. Euro nach Russland. Die Schweizer Behörden gaben dem bislang größten Rüstungsdeal mit Russland grünes Licht, weil der Vertrag noch vor dem Embargo geschlossen worden war.

    Nach Angaben der Sonntagszeitung wurde eine erste Ausfuhr am 16. Oktober abgesegnet. Am 12. Dezember wurde für eine zweite Lieferung grünes Licht gegeben. Aus solchen Hightech-Geweben können Tarnnetze oder Spezialuniformen hergestellt werden, die Soldaten und Ausrüstung zum Beispiel vor Infrarot-Suchern oder dem Radar schützen. Empfänger sei jedoch nicht das Militär, sondern eine zivile Firma in Russland, berichtet Cash.ch. Fabian Maienfisch vom Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat die Meldungen über den Deal bestätigt.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich nach dem Umsturz vom Februar 2014 in der Ukraine dramatisch verschlechtert. Westliche Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung anerkannt, jedoch nicht das darauf gefolgte Referendum auf der von Russischstämmigen dominierten Schwarzmeerhalbinsel Krim, die im März eindeutig für eine Wiedervereinigung mit Russland stimmte. Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und — auf ihr Drängen hin — die Europäische Union in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Russland konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln. Zudem beschloss die Nato neue Basen und eine Verstärkung ihrer Truppen in Osteuropa.

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    Tags:
    Sanktionen, NATO, Fabian Maienfisch, USA, Russland, Schweiz