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10:42 16 Juli 2019
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    Parlamentschef der nicht anerkannten „Volksrepublik Donezk“ Andrej Purgin

    Donezk und Lugansk gegen Friedenskräfte im Osten der Ukraine

    © Sputnik / Evgeny Biyatov
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    Situation in der Ostukraine (346)
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    Die Behörden der selbst ernannten Volksrepublik Donezk haben sich gegen den Einsatz einer Friedensmacht im Osten der Ukraine ausgesprochen. „Das ist Wahnsinn, wir sind dagegen“, erklärte der Vorsitzende des Donezker Volksrates, Andrej Purgin, am Dienstag.

    „Wir haben uns darum bemüht, das bei uns nicht mehr geschossen wird, und haben das erwirkt. Jetzt sagt man uns, dass Friedenssoldaten eingesetzt werden. Welche denn? Wozu? Wir werden keine Friedenskräfte akzeptieren“, sagte Purgin in einer Stellungnahme zur jüngsten Entscheidung des Kiewer Parlaments, einen Appell an die UN mit der Bitte zu unterstützen, Friedenssoldaten in die Ukraine zu entsenden.

    „Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat im Moment keine Einwände zur Freizügigkeit in der Region. Zu welchem Zweck sollte dann eine Friedensmacht eingesetzt werden? Wir halten das für eine politische Erklärung und einen Teil des Informationskrieges“, erklärte Purgin.

    Auch die Behörden in der benachbarten Republik Lugansk wandten sich gegen den Einsatz von Friedenssoldaten. „Die von der Werchowna Rada verabschiedeten Gesetze über den Status des Donbass und den Einsatz von Friedenskräften haben zum Ziel, die Waffenruhe und die Minsker Vereinbarungen zu torpedieren“, erklärte der Lugansker Parlamentschef Alexej Karjakin.

    „Kiew arbeitet darauf hin, den Frieden zu unterhöhlen. Wir glauben, dass Kiew Voraussetzungen für ein neues Blutvergießen schafft. Alle von der Rada am Dienstag erörterten Fragen laufen den Minsker Abkommen zuwider“, erklärte Karjakin.

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    Tags:
    Minsker Abkommen, OSZE, Alexej Karjakin, Andrej Purgin, Kiew, Lugansk, Donezk, Ukraine