14:45 22 November 2019
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    NATO-Militärübung in Litauen Iron Sword

    Russen vor der Tür: Vilnius befürchtet „Invasion“ - Zeitung

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    Vilnius befürchtet in vollem Ernst eine „russische Invasion“ und territoriale Ansprüche Moskaus an Litauen, nämlich die Freilegung eines „Korridors“, der Russland mit dem Exklave-Gebiet Kaliningrad an der Ostsee verbinden würde, schreibt die österreichische Tageszeitung „Kurier“ am Mittwoch.

    Sollte Russland angreifen, würden Eingreiftruppen der NATO, die gerade gebildet werden, drei Tage brauchen, um vor Ort zu sein. Solange müsse man sich selbst verteidigen können, so Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite, die mehr NATO-Präsenz fordert. „Je mehr ausländische Soldaten im Land, desto weniger würde sich Russland erlauben, lautet die Rechnung“, so der „Kurier“. 

    Soldaten der Nazionalarmee Litauens
    © Sputnik / Marius Baranauskas
    „Am meisten beunruhigen Litauen aktuell Iskander-Raketen in Kaliningrad“, schreibt die Zeitung. „Mittlerweile werden in Litauens Schulen auf Geheiß des Verteidigungsministeriums Handbücher zum Überleben bei Bombenangriffen verteilt, es gibt auch Luftschutzübungen. Zugleich sind Soldaten auf den Straßen der Hauptstadt Vilnius präsenter denn je.“

    Litauens Außenminister Linas Linkevičius fordert NATO-Waffenlieferungen an die Ukraine. Litauen selbst lieferte nicht näher bezeichnete "leichte Waffen".

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    Tags:
    Iskander-M, NATO, Dalia Grybauskaite, Linas Linkevičius, Russland, Litauen