00:41 16 Dezember 2017
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    U-Boot des Projekts Borej „Alexander Newski“

    Russland legt 2015 zwei Atom-U-Boote der neuen Borei-Klasse auf Kiel

    © Foto: Sevmash
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    Russland beginnt noch in diesem Jahr mit dem Bau von zwei weiteren Atom-U-Booten der neuen Borei-Klasse, die mit Atomraketen bestückt werden sollen. Trotz der Etatkürzungen wird das Borei-Programm weiter in vollem Umfang finanziert, wie der Generaldirektor des Herstellers Rubin, Igor Wilnit, mitteilte.

    Das siebte und das achte U-Boot der Borei-Klasse sollen bis Ende 2015 auf Kiel gelegt werden, sagte Wilnit der Nachrichtenagentur RIA Novosti.  „Das Verteidigungsministerium hat die notwendige Finanzierung bereitgestellt. Es gab keine Kürzungen.“ Die U-Boote sollen bis 2050 bei der russischen Kriegsmarine im Dienst bleiben. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium Kürzungen bei Waffenprogrammen angekündigt.

    Bis 2020 soll die Marine insgesamt acht U-Boote der Borei- und der Borei-A-Klasse bekommen. Drei sind bereits einsatzbereit, zwei weitere sind im Bau.

    Die U-Boote der Borei-Klasse sind 170 Meter lang und 13,5 Meter breit und können auf bis zu 29 Knoten beschleunigen. Die maximale Tauchtiefe beträgt bei einer Wasserverdrängung von 24.000 Tonnen 450 Meter. Bewaffnet werden die U-Boote mit jeweils zwölf Bulawa-Interkontinentalraketen. Jede dieser Raketen kann gleichzeitig bis zu zehn Ziele mit Atomsprengköpfen in einer Entfernung von 8.000 Kilometern angreifen.

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    Bulawa-30, Borej (U-Boot), Atom-U-Boot, Igor Wilnit, Russland