04:23 16 Dezember 2017
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    Experte: Stationierung von NATO-Waffen in Rumänien leitet lange Konfrontation ein

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    Militär
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    NATO-Pläne zur Stationierung von Waffen in Rumänien zeugen von der Vorbereitung der Allianz auf eine lang anhaltende Konfrontation. Diese Ansicht vertrat der Präsident der Akademie für geopolitische Probleme, Konstantin Siwkow, am Dienstag in Moskau.

    „Derzeit fasst die NATO Fuß an den bereits in den 1980er und 1990er Jahren erreichten Grenzen des früheren Warschauer Vertrages… Es handelt sich um die Stationierung von Panzertechnik, Luftabwehrsystemen, Fliegerkräften und Artillerie. Russland ist mit der Gefahr konfrontiert, dass NATO-Truppen unmittelbar an unsere Grenzen vorrücken.“

    Dem Experten zufolge reichen zwei Frontoperationen aus – zehn bis 20 Tage – aus, damit Moskau eingenommen werden kann, sollten diese Operationen mit Erfolg gekrönt sein. „Zudem werden die Fliegerkräfte, die dort stationiert werden könnten, weniger als 30 Flugminuten von unseren wichtigsten Objekten entfernt sein. Die Allianz könnte dort auch ATACMS-Raketensysteme mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometer aufstellen.“

    Für die russische Militärführung komme es jetzt darauf an, das klar zu verstehen und unaufschiebbare Schritte zu unternehmen, um diese Gefahren abzuwenden. „Eine solche Stationierung von Kampftechnik führt vor Augen, dass der KSE-Vertrag über die Begrenzung der konventionellen Streitkräfte in Europa im Grunde genommen nicht mehr wirksam ist. Das heißt, dass sie (NATO) alles stationieren können, wo sie wollen. Das gibt auch Russland freie Hand“, sagte der Experte.

    Nach Angaben der Agentur Reuters hatte der Oberbefehlshaber der NATO-Kräfte in Europa, US-General Philip Breedlove, erklärt, dass in nächster Zeit über die Stationierung schwerer Waffen der Allianz in Rumänien entschieden werden soll. Details lagen zunächst nicht vor.

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    Tags:
    NATO, Reuters, Konstantin Siwkow, Philip Breedlove, Moskau, Russland, Rumänien