12:08 06 Dezember 2019
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    Maduro: Trotz schwieriger Finanzlage will Venezuela weiter russische Waffen kaufen

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    Venezuela will laut Präsident Nicolas Maduro auch weiter Waffen bei Russland und China kaufen – dies ungeachtet der schwierigen Finanzlage seines Landes wegen des Ölpreissturzes, berichtet das Internetportal ElNacional am Donnerstag.

    Die Praxis der Unterzeichnung von militärtechnischen Abkommen mit Russland und China werde fortgesetzt, um die Verteidigung des Volkes und des Landes zu gewährleisten, erklärte er.

    „Wir sind ein friedliches Volk, wir wollen weder Gewalt noch Krieg“, wird Maduro zitiert. „Nun müssen aber Venezuelas Armee, Marine, Luftwaffe, Polizei und Volk auf der Hut sein.“

    Das wichtigste Ziel seiner Regierung sei, nicht zuzulassen, dass „ausländische imperialistische Stiefel Wasser oder Boden“ seines Landes berühren würden.

    Mit sechs Prozent Anteil an russischen Waffenexporten hatte Venezuela 2014 Rang fünf der Käufer russischer Waffen belegt, hatte Alexander Fomin, Chef der Behörde für militärtechnische Zusammenarbeit, angegeben.

    Von 2005 bis 2009 hatte das russische staatliche Waffenexportunternehmen Rosoboronexport mit Venezuela etwa 30 Verträge über Waffenlieferungen geschlossen. An Venezuela wurden Fla-Raketensysteme Antej-2500, Petschora-2M, Buk und Igla, Panzer T-72M, Mehrfachraketenwerfer Smertsch und Grad, Panzertechnik und Artillerie geliefert.

    2014 hatte Igor Korotschenko, Leiter des Zentrums für Analyse des globalen Waffenhandels, RIA Novosti gesagt, dass Venezuela mit einem Umfang von 3,2 Milliarden US-Dollar im Zeitraum von 2012 bis 2015 in der Struktur des russischen Waffenexports auf den zweiten Platz nach Indien rücken wird.

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    Tags:
    Waffenlieferungen, Alexander Fomin, Igor Korotschenko, Nicolas Maduro, Russland, China, Venezuela