19:46 01 Dezember 2020
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    Nach dem Ausstieg der deutschen Rheinmetall AG aus dem Bau des militärischen Übungszentrums Mulino an der Wolga hat Russland die High-Tech-Anlage im Alleingang fertiggestellt.

    Die Rheinmetall AG sollte für 100 Millionen Euro das Gefechtsübungszentrum im Gebiet Nischni Nowgorod bauen. Nach den EU-Sanktionen gegen Moskau hatte die deutsche Bundesregierung den Rüstungsdeal der Düsseldorfer Firma mit Russland gestoppt.

    Russland habe das Gefechtsübungszentrum selber nachgerüstet, teilte Vizeverteidigungsminister Juri Borissow am Donnerstag in Mulino mit. Nachdem der deutsche Rüstungshersteller Rheinmetall alle Lieferungen aus dem Vertrag gestoppt hatte, habe das Verteidigungsministerium „sehr schnell“ einen neuen Lieferanten gefunden. Die Firma Garnison habe den Auftrag übernommen und „schließt heute seine Umsetzung ab“, sagte Borissow. Da die Rheinmetall AG bereits das Geld bekommen habe, müsse der Fall vor Gericht entschieden werden.

    Das Gefechtsübungszentrum Mulino soll jährlich bis zu 30.000 Soldaten ausbilden.

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    Tags:
    Sanktionen, EU, Rheinmetall, Deutschland, Russland, Nischni Nowgorod