Widgets Magazine
08:17 19 September 2019
SNA Radio
    Nato-Soldaten in Lettland

    Lettland will US-Luftabwehrraketen und ständige NATO-Präsenz im Baltikum

    © AP Photo / Oksana Dzadan
    Militär
    Zum Kurzlink
    220152
    Abonnieren

    In der Angst um die „russische Aggression“ will die baltische Republik Lettlands die USA um Luftabwehrraketen und um eine ständige Präsenz von NATO-Truppen ersuchen. Das sagte Lettlands Verteidigungsminister Raimonds Vejonis am Dienstag in Washington in einem Interview für RIA Novosti.

    „Natürlich werden wir über die ständige Präsenz der Truppen der Allianz in der Region diskutieren, das ist für uns die Schlüsselfrage. Riga braucht auch Stinger-Raketen“, sagte der Ressortchef.

    Vejonis äußerte die Hoffnung, dass es ihm während des Washington-Besuchs gelingen wird, sich mit Pentagon-Chef Ashton Carter und Kongressabgeordneten zu treffen und Probleme der militärischen Sicherheit in Nordeuropa und im Baltikum zu erörtern. „Ein weiteres Gesprächsthema sollen der gegenseitige Austausch von Informationen und nachrichtendienstlichen Daten sowie eine engere Kooperation zwischen Rüstungsbetrieben beider Länder sein“, sagte Vejonis.

    In seiner Rede im Washingtoner Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS) erklärte der Minister, dass sein Land mit Hilfe der NATO auf eine militärische Abschreckung Russlands hinarbeiten wird. „Leider muss ich zugeben, dass Russland unser langjähriges Problem ist. Wir können mit Änderungen in seiner Innen- und Außenpolitik auch im Fall einer Einfrierung des Ukraine-Konflikts nicht rechnen. Die größte Herausforderung für uns ist, wie wir die Abschreckung so gestalten, dass niemand an unserer Entschlossenheit zweifelt“, sagte Vejonis.

    „Zur Abschreckung Russlands eignen sich unterschiedliche Mittel: Unsere eigenen Möglichkeiten, Ausdauer und Bereitschaft zu kämpfen, die Präsenz der Verbündeten, insbesondere der USA, auf dem Territorium des Baltikums sowie die wachsende Bereitschaft, mögliche Handlungen Russlands abzuwehren.“

    Vejonis erinnerte daran, dass Lettland die Rüstungsausgaben 2014 bereits erhöht hat und im laufenden Jahr möglicherweise weiter erhöhen wird. Im Land laufe ein Programm zur Ausbildung von Reservisten. Die Republikführung rechne damit, dass es zum Jahr 2018 etwa 17.000 gut ausgebildete und bewaffnete Kräfte zur Verfügung stehen, nach derzeit 10.000, sagte der Minister.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Moskauer Verteidigungsamt: Nato-Übung in Estland gegen Russland gerichtet
    Moskau: Nato-Übung in Ukraine gefährdet Friedensprozess
    Tags:
    NATO, Ashton Carter, USA