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09:10 22 Oktober 2019
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    Panzer T-14 „Armata“

    Neues Programm: Russlands Heer soll „Superwaffen“ schneller bekommen

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    Die Modernisierung des Heeres rückt immer stärker ins Visier der Regierung in Moskau und wird beschleunigt. Es kommen neue Panzer, Präzisionswaffen und Kampfanzüge. Doch neben Fortschritten gibt es auch Probleme. Eine russische Zeitung beschäftigt sich mit dem Hintergrund und erklärt, was Deutschland damit zu tun hat.

    Die „Nesawissimaja Gaseta“ titelt am Freitag: „Bataillone bitten um Superwaffen“. Wie sie schreibt, waren alle Pläne für die Modernisierung der Landstreitkräfte bisher im Staatlichen Rüstungsprogramm verankert. Doch nun wird ein selbständiges Programm für diese Zwecke vorbereitet. In der laufenden Woche forderte Wladimir Putin, möglichst schnell mit der Serienproduktion neuartiger Waffensysteme zu beginnen.

    Bereits im Jahr 2013 hatte Putin erläutert, warum ausgerechnet das Heer so wichtig ist: „Es geht darum, die wichtigsten strategischen Richtungen militärisch abzusichern, aber auch um die mögliche Teilnahme an der Neutralisierung lokaler bewaffneter Konflikte und an Friedenseinsätzen.“ Um diese Aufgaben zu lösen, brauchen die Landstreitkräfte laut Putin „hohes Kampf-Potenzial, Mobilität und natürlich moderne Arsenale“.

    Damals machte Putin auf die bestehenden Probleme aufmerksam. Wie er betonte, brauchen insbesondere die Landstreitkräfte effizientere technische Mittel für Koordination, Logistik und Aufklärung. Er forderte, nicht nur Langstrecken-, sondern auch taktische Präzisionswaffen zu entwickeln. Da die Rolle von Präzisionswaffen immer größer wird, ist nach Ansicht des Staatschefs eine „systematische Arbeit“ nötig, um die eigentlichen Waffen mit ihren Trägersystemen und mit Aufklärungsmitteln zu integrieren.

    Wie die Zeitung feststellt, gibt es inzwischen Fortschritte bei der Modernisierung der Landstreitkräfte. Ein Beleg dafür sei die jüngste Siegesparade auf dem Roten Platz. Dort wurden beispielsweise die kürzlich entwickelten Kampfanzüge des Typs Ratnik gezeigt. Nun besteht die Aufgabe darin, dieses Equipment praktisch zu integrieren und einzusetzen.

    Trotzdem konnten viele Probleme bisher nicht gelöst werden. Dem Heer stehen zwar Aufklärungsdrohnen zur Verfügung, es gibt jedoch weder operative noch taktische Kampfdrohnen.

    Selbst der Panzer T-14 Armata, der auf die Indienststellung vorbereitet wird, soll nun eine 152-mm- anstatt der ursprünglich geplanten 125-mm-Kanone bekommen. Laut Vizepremier Dmitri Rogosin soll das Projektil in der Lage sein, eine Ein-Meter-Panzerung zu durchbrennen. Das bedeutet mehr Arbeit.

    Das Blatt schreibt: „Noch im Jahr 2013 betonte Putin außerdem, dass die Landstreitkräfte mehr Kapazitäten für Ausbildung, Training und Simulationen brauchen. Damals gab es noch keine Sanktionen gegen Russland. Deutschland bereitete sich darauf vor, Gerät für diese Zwecke zu liefern. Nun muss Russland diese Aufgabe selbständig lösen. Wie Putin sagte, erfordern die technisch komplizierten Präzisionswaffen von den Soldaten neue Kenntnisse und Fertigkeiten. Das bedeutet neue Ausbildungs- und Trainingsmethoden. Vorerst sind offenbar Schwierigkeiten auf diesem Weg zu erwarten.“

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    Tags:
    Armata, T-14-Panzer, Wladimir Putin, Deutschland, Moskau