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16:39 22 Oktober 2019
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    Russischer Diplomat: US-Kernwaffen müssen weg aus Europa

    © Foto : US Department of Defense / SSGT Phil Schmitten
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    Der Abzug der amerikanischen Kernwaffen aus Europa ist nach Ansicht von Russlands Nato-Botschafter Alexander Gruschko eine unveräußerliche Bedingung für die Aufrechterhaltung der strategischen Stabilität in der Region und für die weitere nukleare Abrüstung.

    „Dies wäre ein ernsthafter Beitrag zur Festigung der strategischen Stabilität und der Sicherheit in Europa“, sagte er am Freitag bei einer Videokonferenz Moskau – Brüssel  im Moskauer Quartier der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya.

    „Allein schon die Präsenz der US-Kernwaffen in Europa ist ein destabilisierender Faktor“, sagte der Diplomat.

    „Man muss auf die Grundprinzipien zurückkommen, auf denen der Non-Proliferation-Vertrag basiert, und alle Kernwaffen auf das eigene Territorium zurückziehen, wie das die Russische Föderation gemacht hat“, betonte Gruschko.

    Für die Beibehaltung der taktischen US-Kernwaffen in Europa besteht kein Grund, fügte er hinzu. 

    "Seinerzeit waren taktische Kernwaffen stationiert worden, um die Überlegenheit des Warschauer Vertrags auszugleichen“, so der Diplomat. „Wir erinnern uns alle an die von den Nato-Ländern verbreiteten Horrorgeschichten, laut denen Panzer des Warschauer Vertrags innerhalb von zwei Tagen den Ärmelkanal erreichen könnten.  Die Kernwaffen seien eben notwendig, damit die Warschauer Vertragsstaaten nicht wissen, wann und unter welchen Bedingungen diese eingesetzt werden könnten, um eine solche Offensive zu stoppen.“ 

    Seit der Zeit habe sich die Situation grundlegend verändert, fügte Gruschko hinzu. Heute seien die US-Kernwaffen in Europa ein destabilisierender Faktor.

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    Atomwaffen, NATO, Alexander Gruschko, USA, Russland