15:55 16 Dezember 2017
SNA Radio
    Xian HY-6

    Chinas Kampfjets immer näher zu Amerika

    © Foto
    Militär
    Zum Kurzlink
    0 3588

    Chinesische Kampfjets entfernen sich immer mehr von der Küste, um über dem Pazifik zu üben. Die Amerikaner sind besorgt. Unterdessen erregt das jüngste russisch-chinesische Manöver im Mittelmeer weiterhin Aufsehen. In Peking warnt man den Westen vor „Eifersucht“ in diesem Zusammenhang.

    Wie der chinesische Militärsprecher Shen Jinke mitteilte, flogen chinesische Kampfjets zwischen den japanischen Inseln Okinawa und Miyako in den westlichen Teil des Pazifiks, um dort zu üben. „Am selben Tag kehrten die Flugzeuge in ihren Standort zurück. Die Ziele der Übung wurden erreicht, die Aufgaben vollständig erfüllt“, so Shen.

    Die Übung habe ermöglicht, die Kampffähigkeit der chinesischen Luftwaffe in abgelegenen Gebieten zu erhöhen. Die Übungsflüge seien im internationalen Luftraum erfolgt und die Zivilluftfahrt keineswegs beeinträchtigt. Es handle sich um eine Routineübung, die nicht gegen das Völkerrecht verstoße und sich gegen keine Drittstaaten richte, hieß es.

    Die entsprechenden Bilder wurden im chinesischen Fernsehen gezeigt. Allerdings wurde dabei weder der Typ der beteiligten Flugzeuge noch deren Zahl angegeben. Wie ein russischer Reporter aus Peking meldete, ähnelte eine der gezeigten Maschinen dem H-6-Bomber – das ist die chinesische Version der sowjetischen Tu-16.

    Die russische Agentur kommentierte: „Chinas Luftwaffe hat einen weiteren Schritt gemacht, um Luftwege in einem Gebiet zu erschließen, das in unmittelbarer Nähe der USA liegt. Bis März 2015 waren chinesische Kampfjets nie dorthin geflogen.“ Im März hatten die Piloten den Weg zwischen Taiwan und den Philippinen gewählt, um das pazifische Randgebiet zu verlassen und östlicher zu üben. Dies fand Resonanz in japanischen und US-Medien, die feststellten, dass Pekings militärische Kapazitäten immer zunehmen. 

    Nicht weniger Aufsehen erregten auch die russisch-chinesischen Marine-Übungen im Mittelmeer, die in der laufenden Woche zu Ende gingen. Die chinesische Agentur Xinhua veröffentlichte in diesem Zusammenhang einen Kommentar: „Das Manöver fand vor dem Hintergrund politischer Turbulenzen weltweit statt, aber auch vor dem Hintergrund der antirussischen Sanktionen, die von den USA wegen der Ukraine-Krise initiiert worden waren. Manche westlichen Medien witterten hinter dem Manöver eine neue russisch-chinesische Allianz als Gegengewicht zu den USA und ihren Verbündeten und hielten die Übungen für eine Demonstration der Stärke nahe Europa.“

    Die Agentur zitierte die chinesische Militärexpertin Liang Fang mit den Worten: „Das ist ein gewohnter westlicher Trick, der die ständige Eifersucht des Westens widerspiegelt.“ Liang sagte weiter, das russisch-chinesische Verhältnis erlebe derzeit seine beste Phase. Die Annäherung zwischen Peking und Moskau beunruhige den Westen. Amerika fühle sich bedroht. Die chinesische Expertin meinte, China und Russland müssten trotz dieser Haltung des Westens ihre Kooperation ausbauen sowie zum Frieden im Asien-Pazifik-Raum und weltweit beitragen.

    Zum Thema:

    China stockt Atomarsenal auf und rügt USA für Dominanzpläne
    China Times: Schulterschluss Chinas mit Russland verändert die Weltordnung
    Putin: Russland und China gegen Rehabilitierung von Nazismus
    Russisch-chinesisches Kommando lobt Resultate gemeinsamer Seeübung
    Tags:
    H-6-Bomber, Tu-16, Liang Fang, Miyako, Okinawa, USA, China
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren