12:03 16 Dezember 2017
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    Situation in der Ukraine

    Angriffe im Donbass: Volkswehr droht ukrainischem Militär mit Gegenschlag

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    Situation im Donbass (Mai 2015) (44)
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    Die Volkswehr der nicht anerkannten Volksrepublik Lugansk im Osten der Ukraine hat mit einer „angemessenen Antwort“ auf die Angriffe des Militärs gedroht. Bislang hielten sich die Milizen an die Minsker Abkommen und reagierten nicht auf die Provokationen, sagte der Vizechef des Volkswehrstabs Igor Jaschtschenko. Doch das könne nicht ewig dauern.

    „Die Volksmiliz hält sich an die Minsker Abkommen und reagiert nicht auf die Provokationen. Das bedeutet aber nicht, dass das ewig dauern wird. Falls es notwendig ist, werden sie eine angemessene Antwort bekommen“, zitiert das Lugansker Informationszentrum Jaschtschenko. Ihm zufolge provoziert das Kiewer Militär die Volksmiliz zu Kampfhandlungen, um die Lugansker Republik von den Minsker Abkommen auszuschließen.

    „Der Gegner zeigt weiter seine Kampfbereitschaft, indem er die Kriegstechnik längs der Trennungslinie hin und her bewegt und versucht, uns zu einer Verletzung der Minsker Abkommen zu provozieren, um uns anschließend von der Zahl der Teilnehmer der Minsker Abkommen auszuschließen“, äußerte Jaschtschenko.

    Auch die Volkswehr der benachbarten „Donezker Volksrepublik“ berichtete von einer Verstärkung der ukrainischen Angriffe. Laut dem stellvertretenden Volkswehrchef Eduard Bassurin haben die ukrainischen Soldaten allein am vergangenen Tag mehr als 300 Granaten, Artillerie- und Raketengeschosse auf den Donbass abgefeuert. Bei dem Beschuss seien fünf Volkswehrleute und drei Zivilisten betroffen worden. Außerdem bringe Kiew weiter schwere Waffen an der Trennlinie in Stellung, wie Bassurin unter Berufung auf Aufklärungsangaben berichtete.

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    Tags:
    Minsker Abkommen, Igor Jaschtschenko, Lugansk, Donezk, Ukraine, Donbass
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