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22:05 13 Oktober 2019
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    Panzer Armata (T-14)

    Panzer Armata soll noch stärker werden: „Russland immer einen Schritt voraus“

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    Während der neue russische Kampfpanzer Armata weiter getestet wird, erwägt der Hersteller bereits mögliche Exporte und nimmt dabei Ägypten ins Visier. Wie die Regierung in Moskau feststellt, ist der Panzer den ausländischen Pendants überlegen. Künftig soll er dazu noch eine stärkere Kanone bekommen.

    Der Panzer Armata soll noch ein Jahr lang getestet werden. Oleg Sijenko, Geschäftsführer des Herstellers Uralwagonsawod, sagte am Dienstag im Nachrichtensender Rossija-24: „Wir haben noch einen Testzyklus vor uns, denn der Panzer soll all die deklarierten technischen Daten bestätigen. Das nimmt ein Jahr in Anspruch.“

    Der Panzer sei „gut“ und habe ein „Export-Potenzial“. Der Hersteller erwäge bereits, wer im Ausland Interesse daran haben könnte. „Wir haben die Ägypter zu einer Rüstungsmesse im September eingeladen, um den Panzer zu zeigen“, so Sijenko. Die Lieferung an die russischen Streitkräfte habe allerdings Vorrang, hieß es.

    Unter anderem soll der Armata offenbar hinter dem Polarkreis zum Einsatz kommen. Das Thema wurde am Dienstag bei einer Beratung ranghoher Offiziere angesprochen, die in der russischen Armee für die Logistik zuständig sind.

    Der Pressedienst des Militärbezirks Süd teilte mit: „Die Offiziere sollen die Besonderheiten der Eisenbahntransporte moderner Waffensysteme analysieren. Das betrifft etwa Luftabwehrsysteme des Typs Panzir und Kampffahrzeuge wie Armata und Bumerang. Ins Visier rückt insbesondere die Bereitschaft der militärischen Transportdienste zu Transporten für die Militäreinheiten, die in der Arktis stationiert sind.“

    Der Armata-Panzer und weitere Neuentwicklungen waren am 9. Mai bei der Siegesparade in Moskau demonstriert worden. Kurz danach sagte Wladimir Putin: „Von ihren taktisch-technischen Daten her ist diese neue Militärtechnik den ausländischen Pendants deutlich überlegen und verdient generell eine hohe Bewertungen durch Militärexperten. Alle Tests müssen möglichst schnell abgeschlossen werden, um mit der Serienproduktion zu beginnen.

    Dabei soll der Armata noch stärker werden. Die ersten Panzer dieses Typs, die den Streitkräften zur Verfügung gestellt wurden, haben eine 125-mm-Kanone. Die nächsten sollen stattdessen eine 152-mm-Kanone bekommen. „Für diesen Panzer haben wir ein Projektil, das in der Lage ist, einen Meter Stahl zu durchbrennen“, sagte Vizepremier Dmitri Rogosin der Zeitung „Iswestija“.

    Als wichtigstes konstruktives Novum bei diesem Panzer gilt die gepanzerte Kapsel für die Besatzung. Dadurch werden die Soldaten von der Munition getrennt und bekommen mehr Chancen, selbst im Fall einer Explosion der eigenen Munition zu überleben.

    In der laufenden Woche sagte Rogosin: „Seit der Zeit des T-34 war der russische Panzerbau immer einen Schritt voraus.“ Mit Blick auf mögliche ausländische Gegenentwürfe zum Armata äußerte der Vizepremier: „Die Franzosen und die Deutschen haben gesagt, dass sie gegen 2030 einen solchen Panzer bauen werden, also erst in 15 Jahren.“

    Deutschland und Frankreich bereiten gemeinsam die Entwicklung eines neuen Kampfpanzers vor. Zwischen ihnen seien bereits die Anforderungen an einen Nachfolger für den Leopard 2 für die Zeit ab 2030 abgestimmt worden, berichtete „Die Welt“ unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums an den Bundestag.

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    Tags:
    Leopard-2-Panzer, T-34-Panzer, Armata, Uralwagonsawod, Wladimir Putin, Dmitri Rogosin, Oleg Sijenko, Frankreich, Deutschland, Russland