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    Mistral adé: Russland baut eigene Hubschrauberträger

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    Streit um Mistral-Kriegsschiffe (93)
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    Nachdem Frankreich den Mistral-Deal platzen lassen hat, will Russland eigene Hubschrauberträger einschließlich Elektronik bauen.

    „Wir haben derartige Schiffe schon im Plan“, teilte Oleg Botschkarjow, Vizechef der Rüstungskommission der russischen Regierung, am Dienstag  mit. Er bestätigte, dass der Deal mit Frankreich endgültig geplatzt sei.„Dass Russland sie (die Mistrals – Red.) nicht mehr abnimmt, ist vollendete Tatsache“, bestätigte Oleg Botschkarjow, Vizechef der Rüstungskommission der russischen Regierung, am Dienstag. Nach seinen Worten verhandelt Russland mit Frankreich jetzt nur noch über die Summe der Rückerstattung.

    Die russischen Hubschrauberträger würden „keine Kopien“ der französischen Mistrals sein. „Wir werden sie anders bauen, denn wir haben ein anderes Konzept für Seelandungen", sagteBotschkarjow. Er erinnerte daran, dass geplant war, die Mistrals mit russischer Elektronik auszustatten. Alle Kommunikations-, Führungs-, Ortungsmittel sollten russische sein.  „Deshalb haben wir keinen Zweifel, dass wir auch für unsere Schiffe diese Ausstattung bauen können.“

    Russland hatte 2011 in Frankreich zwei Hubschrauberträger Mistral im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro bestellt. Die USA stemmen sich gegen den Deal. Das erste Kriegsschiff, die „Wladiwostok“, hätte im November 2014 an die russische Kriegsmarine übergeben werden sollen. Der Termin wurde unter dem Vorwand des Ukraine-Konflikts abgesagt. Ende November ließ Hollande die Auslieferung wegen der Ukraine-Krise bis auf weiteres aussetzen.

    Nun weiß Frankreich nicht, was es mit den Kriegsschiffen anfangen soll. Es gehen Gerüchte um, dass die Mistrals an Drittländer verkauft, demontiert oder sogar versenkt werden können. Zudem muss Frankreich den bereits gezahlten Vorschuss in Höhe von rund einer Milliarde Euro rückerstatten.

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    Tags:
    Mistral, Oleg Botschkarjow, USA, Frankreich, Russland, Ukraine
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