11:05 15 Dezember 2019
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    Russland darf Kernwaffen notfalls auch auf der Krim stationieren - Außenministerium

    © Foto : US Department of Defense / SSGT Phil Schmitten
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    Russland ist zweifellos berechtigt, Kernwaffen auf seinem Territorium zu stationieren, notfalls auch auf der Krim, wie Michail Uljanow, Direktor des Ressorts Non-Proliferation und Rüstungskontrolle im Außenministerium, RIA Novosti sagte.

    Damit nahm er Stellung zur Erklärung des ukrainischen Außenministers Pawel Klimkin beim Nato-Ministertreffen Mitte Mai in Antalya, in der er eine eventuelle Stationierung von Kernwaffen auf der Krim als eine „flagrante Verletzung völkerrechtlicher Normen“ bewertet hatte.

    Bei der jüngsten Alarmübung hatte das russische Verteidigungsministerium seine Pläne verkündet, zehn Langstrecken-Flugzeuge des Typs Tu-22M3 auf die Krim zu verlegen, die Kernwaffen tragen können. In Bezug auf Pläne, nukleare Gefechtsköpfe auf die Krim zu bringen, wurde allerdings nichts gesagt. 
     
    Die USA hatten ihrerseits Besorgnis über eine mögliche Stationierung russischer Kernwaffen auf der Krim geäußert. 
     
    „Beliebige Schritte und sogar Signale der russischen Seite in Bezug auf eine eventuelle Stationierung von Kernwaffen auf der Krim werden als eine überaus flagrante Verletzung aller Völkerrechtsnormen bewertet“, sagte Klimkin in Antalya. „In diesem Fall wird die internationale Völkergemeinschaft entsprechend reagieren müssen.“ 
     
    „Dies ist so zu verstehen, dass er die Krim als ukrainisches Territorium betrachtet und der Auffassung ist, dass eine Stationierung russischer Kernwaffen dem nichtnuklearen Status der Ukraine schaden würde“, so Uljanow. „Dies ist in der Hinsicht ein recht interessanter Gedanke, weil man diesen als einen indirekten Ausfall gegen die USA sowie gegen Belgien, Deutschland, Italien, die Niederlande und die Türkei betrachten könnte, auf deren Territorium amerikanische Kernwaffen stationiert sind. Nach der Logik des ukrainischen Ministers wäre dies ein direkter Verstoß gegen den nichtnuklearen Status der aufgezählten europäischen Staaten. Ich möchte dies zwar nicht bestreiten, im Fall Krim ist es natürlich eine andere Geschichte.“

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    Tags:
    Atomwaffen, NATO, Michail Uljanow, Pawel Klimkin, Russland, Krim