03:14 17 Juni 2019
SNA Radio
    Überschall-Seezielflugkörper vom Typ Oniks

    Nach Krim: Russland schützt arktische Küste mit neusten Bastion-Raketen

    © Sputnik / Vladimir Fedorenko
    Militär
    Zum Kurzlink
    11998

    Nach der Krim will Russland nun auch im hohen Norden Bastion-Systeme stationieren. Die neusten Anti-Schiffs-Raketen sollen die weit gedehnte arktische Küste des Landes schützen.

    Die Küstenschutz-Einheiten der Nordflotte würden noch in diesem Jahr Bastion-Systeme bekommen, bestätigte Flottenkommandeur Wladimir Koroljow am Montag. Nach seinen Worten soll die Bewaffnung der Küstenschutz-Truppen umfassend erneuert werden. Die Truppen hätten bereits erste Langstrecken-Flugabwehrraketen des Typs S-400 sowie Kurzstrecken-Fla-Systeme des Typs Panzir-S in Dienst gestellt.

    Jedes Bastion-System ist mit 24 Überschall-Seezielflugkörpern vom Typ Oniks  (Nato-Code: SS-N-26 Strobile) ausgestattet und in der Lage, 600 km Küstenlinie zu schützen. Nach dem ukrainischen Umsturz Anfang 2014 hatte Russland Bastion-Systeme auf der Krim positioniert, um die Schwarzmeerhalbinsel im Falle eines Angriffs durch ein US-Kriegsschiff zu schützen. Damals war der US-Zerstörer USS Donald Cook mit Cruise-Missiles bewaffnet auf dem Weg zur Krim gewesen.

    Die Rivalität um die Arktis, wo laut Expertenschätzungen mehr als ein Viertel der weltweiten Öl- und Gasreserven mit einem Gesamtwert von mindestens 30 Billionen US-Dollar liegen, hat sich in den letzten Jahren verschärft. Um die reich gefüllte Naturschatzkammer buhlen Russland, die USA, Kanada, Großbritannien und andere Anrainerstaaten. Mehr als ein Fünftel des russischen Landesgebietes liegt in der Arktis-Zone. Angesichts der wachsenden Aufmerksamkeit der Nato-Länder für diese Region beauftragte Russlands Präsident Wladimir Putin im vergangenen Jahr das Verteidigungsministerium, in der Arktis die militärische Infrastruktur wiederaufzubauen und Truppen aufzustellen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Nervenkrieg im Schwarzen Meer: USA fordern Russland heraus
    Russland darf Kernwaffen notfalls auch auf der Krim stationieren - Außenministerium
    Nato besorgt über „mögliche Atomwaffenstationierung“ auf Krim
    Putins „Wunderwaffe“ für Krim: Experten klären auf
    Tags:
    Bastion-System, Panzir-S-System, S-400, NATO, Wladimir Putin, Wladimir Koroljow, USA, Russland, Kanada, Großbritannien, Arktis, Krim