11:32 22 November 2019
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    Cruise Missiles vom Typ „Tomahawk“

    USA erwägen Stationierung von Cruise Missiles in Europa - Agentur

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    Militär
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    Die US-Administration erwägt eine Stationierung bodengestützter Raketen als Erwiderung auf angebliche Verstöße Russlands gegen den Vertrag über die Raketen mittlerer und geringerer Reichweite (INF-Vertrag), meldet AP.

    Das Weiße Haus behandle laut AP drei Varianten einer militärischen Antwort: Entwicklung von Verteidigungsmitteln, vorbeugender Schlag gegen Waffen, die gegen den INF-Vertrag verstoßen, und einen „Kernwaffenschlag gegen Industriezentren“. 

    Robert Scher, der für Kernwaffenpolitik zuständige Mitarbeiter des Pentagon-Chefs, erläuterte: „Wir könnten die Rakete (mit der der INF-Vertrag verletzt wurde.- Red.) dort attackieren, wo sie sich in Russland befindet“. Brian McKeon, ein weiterer Vertreter des US-Verteidigungsamtes, erklärte im Dezember, als Gegenmaßnahme werde eine Stationierung bodengestützter Flügelraketen in Europa in Betracht gezogen. 

    Im April drohte Frank Rose vom US-Außenamt mit Gegenmaßnahmen der Vereinigten Staaten, sollte Russland weiter gegen den INF-Vertrag verstoßen. 

    In letzter Zeit werfen Russland und die USA einander immer häufiger die Entwicklung von Waffen vor, die gemäß dem 1987 geschlossenen Vertrag verboten sind. Im März erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, Moskau habe den USA mehrmals „konkrete Konsultationen“ angeboten, um von der amerikanischen Seite Fakten statt der „unbegründeten Anschuldigungen“ zu bekommen. Vorerst ist es allerdings nicht zu solchen Kontakten gekommen. 

    Der von den USA und der UdSSR 1987 geschlossene Vertrag war 1988 in Kraft getreten. Die Seiten verpflichteten sich, ihre Raketen mittlerer (1000 bis 5.500 Kilometer) und geringer (500 bis 1000 Kilometer) Reichweite vollständig zu vernichten. 1991 wurde der Vertrag vollständig erfüllt, bis 2001 waren gegenseitige Inspektionen im Gange. 

    Zugleich verbietet der Vertrag anderen Staaten nicht, solche Raketen zu haben.

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    Tags:
    INF-Vertrag, Atomwaffen, US-Verteidigungsministerium, Pentagon, Sergej Lawrow, Robert Scher, Frank Rose, Brian McKeon, USA, Russland