00:27 10 Dezember 2019
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    Ukrainische Soldaten

    Donezk: Kiew verstößt krass gegen Minsker Abkommen – Westen schaut hinweg

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    Internationale Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt (146)
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    Die Kiewer Armee setzt nach Angaben aus Donezk die verbotene reaktive Artillerie ein, weil sie keine Angst vor OSZE-Beobachtern hat. „Die ukrainische Seite tut das, weil der Westen einfach hinwegschaut“, sagte der Vorsitzende des Volksrates der selbst ernannten Republik Donezk, Andrej Purgin, am Donnerstag.

    „Der unverhüllte Einsatz von Raketengeschossen zeugt davon, dass Kiew vor nichts mehr Angst hat und 600 OSZE-Beobachter, die sich auf dem Territorium der Republik aufhalten, einfach ignoriert… Niemand bestraft, allen ist es im Grunde egal. Deshalb gerät die Ukraine außer Rand und Band. Das Vorgehen Kiews wird vor allem von Europa und von den Normandie-Politikern (Angela) Merkel und (Francois) Hollande geduldet. Sie verschließen schlicht die Augen, obwohl sie mit ihren Unterschriften die Erfüllung der Minsker Abkommen garantiert hatten“, kritisierte Purgin.

    Er machte die ukrainischen Machthaber für die Eskalation des Konflikts im Donbass verantwortlich. Der Einsatz von Raketengeschossen zeuge von einer drastischen Verschlechterung der Lage, Chancen für die Aufnahme von Friedensverhandlungen schwinden. Der Beginn einer neuen „heißen Phase“ des Krieges sei nicht ausgeschlossen, sagte Purgin.

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    Tags:
    Minsker Abkommen, Waffenruhe, OSZE, François Hollande, Angela Merkel, Andrej Purgin, Donbass, Ukraine