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22:45 16 Juli 2019
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    Chinas Hyperschall-Fluggerät macht Pentagon nervös

    © AP Photo / DARPA
    Militär
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    Chinas neue Hyperschallwaffen sollen durch ihre unvergleichliche Manövrierfähigkeit in der Lage sein, Tracking durch Radare und Abfangraketen zu vermeiden und die strategische US-Raketenabwehr zu neutralisieren, wie der Militärexperte Franz Stefan Gady geäußert hat.

    Peking hat kürzlich sein Hyperschallgeschwindigkeits-Gleitfluggerät (HGV) WU-14, das die US-Raketenabwehr überwinden soll, zum vierten Mal getestet. Das Unterscheidungsmerkmal dieses Tests ist, dass die WU-14 sogenannte „extreme Manöver“ durchgeführt hat, die Franz-Stefan Gady, US-Experte in zivil-militärischen Beziehungen und Cyber-Diplomatie, ausgearbeitet hat.

    Die WU-14, die in der Lage ist, sowohl konventionelle als auch nukleare Sprengköpfe zu transportieren, wurde mit einer interkontinentalen ballistischen Rakete in den Weltraum geschossen. Später kehrte das Gerät in die Erdatmosphäre mit einer Geschwindigkeit von bis zu Mach 10 (etwa 12.000 km/h) zurück.

    Während der Gleitphase führt die WU-14 “extreme Manöver” durch, um einem Abfangen auszuweichen und gleichzeitig die Reichweite des Flugkörpers zu vergrößern.

    Anders als bei herkömmlichen „Wiedereintrittsfluggeräten“, die „auf einer vorhersehbaren ballistischen Flugbahn“ durch die Atmosphäre fliegen, sei es praktisch unmöglich, ein Hyperschallgeschwindigkeits-Gleitfluggerät mithilfe konventioneller Raketenabwehrsysteme abzufangen, erläutert der Experte.

    Hochrangige US-Militärbeamte haben zunächst weder bestätigt noch bestritten, dass die WU-14 eine Bedrohung für US-Raketenabwehrsysteme darstelle.

    Nach Worten des Experten soll die WU-14 wahrscheinlich von der chinesischen ballistischen Mittelstreckenrakete DF-21 transportiert werden. Eine mit der WU-14 ausgestattete Rakete DF-21 soll die Reichweite des Flugkörpers auf mehr als 3.000 Kilometer vergrößern können.

    „Ich vermute, dieses Hyperschallgeschwindigkeits-Gleitfluggerät ist eher für Schiffsabwehr oder andere taktische Zwecke bestimmt, als für strategische Luftangriffe auf amerikanische Städte“, so Dean Cheng, Senior Fellow an der Heritage Foundation. „Eine HGV könnte helfen, Schwierigkeiten beim Treffen von beweglichen Zielen mit einer ballistischen Rakete zu lösen“.

    Franz-Stefan Gady hat jedoch unterstrichen, dass die Entwicklung eines solchen Anti-Schiff-Hyperschallgeschwindigkeits-Fluggerätes wegen einer Reihe von technischen Herausforderungen bis zu 20 Jahre in Anspruch nehmen könnte. Der Experte betrachtet dies als „gute Nachricht“ für die US-Navy.

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    Tags:
    Rakete DF-21, Fluggerät (HGV) WU-14, Dean Cheng, Franz-Stefan Gady, USA, China