23:41 18 September 2020
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    Streit um Mistral-Kriegsschiffe (93)
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    Das französische Software-Entwicklungsunternehmen Dassault Systèmes (DS) will mit Russland beim Bau eines Analogons des Mistral Hubschrauberträgers kooperieren. „Wir sind bereit, Russland unsere Technologien für das 3D-Modellieren zur Verfügung zu stellen, teilte der für die Rüstungsindustrie zuständige DS-Präsident Michel Tellier RIA Novosti mit.

    DS wolle zu einem technologischen Partner der russischen Schiffbauindustrie werden, sagte der Experte am Montag am Rande der Luft- und Raumfahrtmesse in Le Bourget bei Paris auf die Frage, ob seine Firma bereit wäre, Russland beim Nachbau von Mistral-Schiffen zu helfen. Ob DS auch am Projektieren der von Russland bestellten zwei Mistral-Hubschrauberträgern beteiligt gewesen war, wollte Tellier nicht sagen. „Diese Information ist vertraulich. Aber (Mistral-Hersteller) CDNS zählt zu unseren Kunden.“

    DS ist einer der weltgrößten Softwarehersteller für Product-Lifecycle-Management (PLM)-Lösungen. Der Konzern kooperiert mit Unternehmen in zwölf verschiedenen Branchen, darunter im Flugzeugbau. Seine Kunden sind unter anderem Boeing, Airbus, Dassault Aviation (Hersteller von Rafale-Kampfjets) und der Konzern SCAC — Ziviltochter des russischen Kampfjetbauers Sukhoi.

    Ein Vertrag über den Bau von zwei Hubschrauberträgern im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro war zwischen dem russischen Rüstungskonzern Rosoboronexport und der französischen Werft DCNS im Jahr 2011 abgeschlossen worden. Russland sollte das erste Schiff 2014 und das zweite 2015 erhalten. Wegen der Position Moskaus im Ukraine-Konflikt will die französische Seite die Schiffe an den Auftraggeber nicht ausliefern.

     

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    Tags:
    Mistral, Le Bourget 2015, Dassault Systèmes (DS), Dassault Aviation, Airbus, Boeing, Werft DCNS, Konzern SCAC, CDNS, Michel Tellier, Frankreich, Russland