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    Jak-130

    Russland zeigt im „militärischen Disneyland“ seine modernsten Waffen

    © East News / Actionplus/John Ashby
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    Fahren, fliegen und schießen: Im Laufe des am Dienstag gestarteten Forums Armija-2015 sollen moderne russische Kampffahrzeuge, Kampfjets und weitere Waffensysteme ihre Vorteile anschaulich demonstrieren. Ein beispielloses Messegelände wurde bei Moskau eingerichtet, um Zehntausende Besucher zu empfangen.

    Nach der feierlichen Eröffnung im Beisein von Wladimir Putin bekommen zahlreihe Zuschauer und Delegationen aus Russland und dem Ausland die Möglichkeit, die interessierenden Waffensysteme in Aktion zu sehen. Deren technisch-taktische Daten sollen dadurch bestätigt werden. Ab Mittwoch ist die Veranstaltung für alle Besucher offen. 

    Kampfhubschrauber Ka-52 Alligator
    © Sputnik / Vitaliy Ankov
    Zunächst stehen Schauflüge auf dem Programm. Zum Einsatz kommen dabei Kampfjets wie Su-30, Su-34, Su-35 und Jak-130 sowie Hubschrauber wie Ka-226, Mi-8AMTSch Terminator, Mi-28N Night Hunter, Mi-35M und Ka-52 Alligator. Ein besonderer Schwerpunkt sind Flüge russischer Drohnen wie Eleron, Orlan-10, Forpost und Horizont.

    Für Militärfahrzeuge und Panzer gibt es ein Übungsgelände mit Schnellstrecken und Hindernissen. Dort werden mehr als 150 stationäre und mobile Übungsziele platziert, die getroffen werden sollen. Zu sehen sind Panzer T-90 und T-72B3, Schützenpanzer BMP-3, aber auch modernste Mannschaftstransporter des Typs Rakuschka, die mit Fallschirm abgeworfen werden können.

    Die Pioniertruppe soll unterdessen mit ihren Vorrichtungen zeigen, wie ein Gewässer schnell überwunden werden kann. Dort kommen auch schwimmende Fahrzeuge des Heeres sowie Militärboote der Kriegsmarine zum Einsatz, darunter das unbemannte Schellboot Taifun, das eine Drohne mitführt.

    Ein zuständiges Forschungszentrum des Verteidigungsministeriums will militärische Roboter zeigen, darunter auch experimentelle Modelle.

    Generell sollen viele Neuentwicklungen vorgestellt bzw. direkt demonstriert werden. Dazu zählen etwa das U-Boot Amur-1650 mit einem außenluftunabhängigen Antrieb, der Kampfjet T-50 (Schauflüge geplant), eine „Mikrowellen-Kanone“ gegen Drohnen und Raketen. Der Hersteller Kalaschnikow trumpft mit seinem neuen Sturmgewehr AK-12 auf.

    Um all dies zu ermöglichen, wurden Bauarbeiten von einem beeindruckenden Ausmaß geleistet. Ein Sprecher der Organisatoren sagte der Zeitung „Wetschernjaja Moskwa“, für diese Zwecke sei mehr Sand gebracht worden als „auf allen Stränden in Sotschi“. Wie es hieß, sollen mehr als 100.000 Menschen in diesen Tagen die Ausstellung besuchen.

    Das Blatt verglich das Messegelände Patriot mit einem „militärischen Disneyland“. Selbst die Zufahrt von der Eisenbahnstation Kubinka wird zu einer Attraktion: Ein (nahezu) echter Panzerzug aus dem Zweiten Weltkrieg soll die Gäste transportieren. Den Gästen stehen außerdem Simulatoren zur Verfügung, um einen Panzer zu „fahren“, einen Kampfhubschrauber zu „fliegen“ oder aus einem Flammenwerfer zu „schießen“. Die Messe soll bis Freitag dauern.

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    Tags:
    Mi-28, T-72-Panzer, Waffen, AK-12, Amur-1650, T-50-Kampfjet, Taifun-U-Auto, Rakuschka-Schützenpanzerwagen, Schützenpanzer BMP-3, Kampfpanzer T-90, Horizont, Forpost, Orlan-10, Eleron, Drohne, Mi-35M, Ka-52, Mi-8AMTSCH, KA-226T, Jak-130, Su-35, Su-34, Su-30, Militärforum Armee 2015, Kalaschnikow, Wladimir Putin, Russland