10:00 18 Dezember 2017
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    Säbelrasseln in Osteuropa: Rüstungsprogramme als Mittel der Kommunikation?

    © AFP 2017/ ARMEND NIMANI
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    Die Kriegsrhetorik rund um die Ukraine-Krise spitzt sich zu: Die Nato droht ihre Präsenz im östlichen Teil des Bündnisgebietes zu erhöhen, auch die USA wollen dort Militärgerät in Position bringen. Von dem Rummel profitieren vorerst nur Medien, lautet der Kommentar von Prof. Dr. Albert A. Stahel vom Institut für Strategische Studien in Zürich.

    Nato-Manöver in Rumänien
    © AP Photo/ Andreea Alexandru/Mediafax via AP
    Im Moment seien die Parteien in verbalen Schlagabtausch und heizten sich gegenseitig auf. Es sei eine Art Rhetorik, meint der Politik- und Wirtschaftswissenschafter aus der Schweiz. Dahinter stehe jedoch kein Wille: Wollten die USA ihre Präsenz in Osteuropa wirklich aufstocken, müssten sie in den baltischen Republiken und in Polen ihre Stützpunkte errichten sowie Soldaten und Kampfflugzeuge stationieren, was sie aber nicht täten. Nicht zuletzt, weil die Amerikaner gerade Budgetkürzungen hätten.

    Von einem Feindbild Russlands würden in erster Linie die Medien profitieren, denn sie machten Schlagzeilen und Umsatz, so der Experte. Langfristig könnte aber auch die Rüstungsindustrie ihren Vorteil daraus ziehen. Um die jetzige Drohkulisse abzubauen, müssten beide Seiten Kommunikation betreiben und die Karten auf den Tisch legen. Taten  seien gefordert.

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    Tags:
    Waffen, NATO, Albert A. Stahel, USA, Russland
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