14:39 23 September 2017
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    Ost-West-Kraftmeierei: Gefahr eines unvorhergesehenen Konflikts wächst - Experten

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    Die militärische Kraftmeierei und die immer härter werdende Rhetorik zwischen Russland und dem Westen erhöhen nach Ansicht von Experten das Risiko eines plötzlichen Konfliktausbruchs, den keine der Seiten wünscht.

    „Zwischen den Seiten herrscht ein fehlendes Verständnis für die Absichten der andere Seite, was aus meiner Sicht äußerst gefährlich ist“, zitiert AFP Kadri Liik, außenpolitischer Experte des Europäischen Rates.  

    Für Russland und den Westen wäre es äußerst nützlich, militärische Kommunikationskanäle zu entwickeln. Dies könnte ein Hinüberwachsen nicht vorhergesehener Zusammenstöße in etwas Ernsthafteres verhindern.

    Jeffrey Mankoff, Mitarbeiter des Zentrums für strategische und internationale Studien in Washington, ist ebenfalls der Ansicht, dass die seit dem Kalten Krieg nie dagewesenen Spannungen zwischen Russland und dem Westen die Gefahr einer falschen Einschätzung von Handlungen der anderen Seite und von etwaigen Vorfällen  vergrößert. Zugleich äußerte er seine Besorgnis darüber, dass Russland immer wieder auf sein Kernwaffenpotential hinweise.

    „Beide Seiten besitzen Kernwaffen“, so Mankoff. „Sollte es zu einer militärischen Konfrontation kommen, würden die Folgen äußerst schlimm für alle sein.“

    Moskau vertrete indessen den Standpunkt, dass gerade der Westen den ukrainischen Konflikt geschürt hatte, der zum Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch führte. Die Verkündung einer Verstärkung des Kernwaffenpotentials durch Russland sei eine logische Antwort auf die USA-Pläne gewesen, schwere Waffen nach Osteuropa zu entsenden, zitiert AFP Dmitri Orlow, Direktor der Agentur für politische und ökonomische Kommunikationen. Nach Ansicht des Politologen erwidere Russland auf diese Weise die Bedrohung durch die USA und „sucht keinesfalls Grund für eine Rauferei“.

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    Tags:
    Konfrontation, Atomwaffen, Dmitri Orlow, Jeffrey Mankoff, Kadri Liik, USA, Russland
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