07:51 26 Januar 2020
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    Die USA und die Nato-Länder haben laut Pentagon-Chef Ashton Carter dank der Zusammenarbeit mit Russland Erfolge bei der Bewältigung so mancher internationaler Probleme erzielt.

    „Nach dem Ende des Kalten Krieges haben wir zusammen mit Russland wesentliche Fortschritte erreicht“, erklärte er am Montag in Berlin. „Ich betone: Nicht Russland zum Trotz und nicht ohne Russland, sondern zusammen mit Russland.“

    Wie Carter erklärte, ist der Westen bereit, mit Russland zusammenzuwirken, „sobald dieses den Wunsch dazu zeigt“ und bereit sei, seinen Einfluss in den vielen Bereichen anzuwenden, wo Russlands Interessen „und die Interessen der internationalen Völkergemeinschaft identisch sind“. 

    „Dazu gehören die Iran-Verhandlungen im 5+1-Format, die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen insgesamt, der Antiterrorkampf und speziell der Widerstand gegen Gruppierungen wie der IS“, sagte der Chef des US-Verteidigungsamtes.

    Die Nato wolle weder einen Kalten, noch einen „heißen“ Krieg gegen Moskau und „ist auch nicht bestrebt, Russland zu ihrem Feind zu machen“, so Carter. Zugleich behauptete er, dass Russland „bestrebt ist, die Einflusssphäre aus der Sowjetzeit wiederherzustellen“. Die Nato werde ihre Mitglieder und Verbündete in Schutz nehmen und diesen Versuchen Widerstand leisten, hieß es.

    Mitte dieser Woche treffen die Nato-Verteidigungsminister in Brüssel zusammen, um ein Geheimdokument der Nato-Führung zu behandeln. Laut Medienberichten will die Allianz reale Möglichkeiten des Kernwaffenpotentials Moskaus gründlich analysieren.

    Den Anlass dazu lieferte die Verkündung von Präsident Wladimir Putin, Russland habe vor, seine Arsenale demnächst durch 40 neue interkontinentale ballistische Raketen zu verstärken, die in der Lage seien, die modernsten Raketenabwehrsysteme zu überwinden.

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    Tags:
    Atomwaffen, NATO, Wladimir Putin, Ashton Carter, Iran, USA, Russland