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    "Kalter Krieg ist längst da": Fünf Anzeichen

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    Der Kalte Krieg zwischen Russland und dem Westen ist laut der deutschsprachigen Ausgabe der „Huffington Post“ längst da. Zur Begründung dieser Behauptung wird auf fünf Anzeichen hingewiesen.

    1. „Amerika stärkt seine Truppenpräsenz in Deutschland.“ Das Pentagon habe vor, 5.000 Soldaten und schweres Gerät nach Deutschland und in die östlichen Nato-Staaten zu verlegen.

    2. „Wir reden wieder über einen möglichen Atomkrieg.“ Im Jahr 2015 sei die Logik der Abschreckung wieder präsent, wie zuletzt zu Zeiten des Nato-Doppelbeschlusses in der Ära Helmut Schmidt.

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    3. „Viel wichtiger noch: Wir sprechen über Panzer und Infanterie statt über Auslandseinsätze und Wiederaufbau.“ Auch vor 15 Jahren gab es schon Kritik am G36, heißt es im Beitrag. Interessiert habe es damals kaum jemanden.  „Es war die Zeit, in der von der ‚Friedensdividende‘ die Rede war – das Geld also, was alle Staaten dieser Welt durch das Ende des Kalten Krieges sparen würden.“

    4. “Was früher die Spionage-Affären waren, sind heute die Hacker-Angriffe.“  Im Jahr 1974 sei Bundeskanzler Willy Brandt wegen eines einzigen Spions im Kanzleramt zurückgetreten. Im Jahr 2015 sei die komplette Bundesregierung und alle Abgeordneten zum Ziel eines Spähangriffs geworden.  Niemand scheine das aber zu interessieren.

    5. Die Diskussion um „Einflusssphären“ ist zurück.  

    „Es wird auch klar, wie lebendig das Lagerdenken in den Köpfen der Deutschen offenbar immer noch nicht“, schlussfolgert „Huffington Post“. „ Der ‚Ostblock‘ jedenfalls hat in den vergangenen 18 Monaten ein sensationelles Comeback gefeiert.“  

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass das Pentagon seine Nato-Verbündeten aufgefordert hat, „neuen Bedrohungen“ durch Russland Widerstand zu leisten. Pentagon-Chef Ashton Carter erklärte, dass die Konfrontation zwischen den USA und ihren Verbündeten mit Moskau andauern könnte, selbst nachdem Präsident Wladimir Putin seinen Posten verlassen hat. 

    Den Anlass dazu lieferte die Verkündung von Präsident Putin, Russland habe demnächst vor, seine Kernwaffenarsenale durch 40 neue interkontinentale ballistische Raketen zu ergänzen, die selbst die modernsten Raketenabwehrsysteme überwinden könnten.

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    Tags:
    Kalter Krieg, NATO, Wladimir Putin, Ashton Carter, Helmut Schmidt, USA, Russland