01:20 13 Dezember 2019
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    Nations Presse: In einem Jahr existiert Poroschenkos Armee nicht mehr

    © REUTERS / Mikhail Palinchak/Ukrainian Presidential Press Service
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    Kiew versucht möglichst viele Soldaten für die Teilnahme an der militärischen Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine zu mobilisieren. Aber die Ukraine bildet die Einheiten vor ihrem Entsenden an die vorderste Front kaum aus, wie der Kolumnist der französischen Zeitschrift „Nations Presse“ Jacques Frère schreibt.

    „Nach lediglich drei Monaten militärischer Kurzausbildung werden die Soldaten direkt in die Einheiten geschickt, die gegen die Volkswehr kämpfen“, betont der Kolumnist.

    Dabei hebt er hervor, dass nur ein Drittel der ukrainischen Armeeangehörigen nach der militärischen Taktik handelt. Die anderen erweisen sich als Kanonenfutter, schreibt  Jacques Frère.

    Seit dem Beginn dieses Konfliktes habe die ukrainische Armee 10.000 Soldaten an Toten verloren und doppelt so viele an Verwundeten. Etwa 50.000 seien aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage, ihren Armeedienst fortzusetzen. In diesen Zahlen seien die Deserteure nicht enthalten.

    Bei diesem Tempo, schlussfolgert der Autor des Artikels, hört Poroschenkos Armee innerhalb eines Jahres auf, zu existieren.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich nicht einverstanden waren. UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konfliktes mehr als 6.500 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Die Minsker Vereinbarungen vom 12. Februar sehen nicht nur den Abzug der schweren Kriegstechnik und die Einrichtung einer Sicherungszone vor, sondern auch einen direkten Dialog zwischen der Ukraine und Vertretern der Volkrepubliken. Unter anderem geht es um regionale Wahlen und Verfassungsänderungen, die Machtdezentralisierung in der Ukraine und einen autonomen Sonderstatus für Donezk und Lugansk.

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    Tags:
    Armee, Minsker Abkommen, Petro Poroschenko, Kiew, Lugansk, Donezk, Donbass