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    „The National Interest“: Nato muss bleiben – aber ohne Ost-Erweiterung

    © AP Photo / Mindaugas Kulbis
    Militär
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    Die Nato muss unabhängig von äußeren Herausforderungen weiter bestehen, um innere Widersprüche zwischen den westlichen Staaten zu vermeiden, schreibt „The National Interest“.

    Obgleich der Widerstand gegen die Sowjetunion ursprünglich eines der Hauptziele der Bildung der Allianz war, hilft die Allianz, Konflikte zwischen europäischen Staaten zu verhindern, heißt es im Beitrag. Das gemeinsame Sicherheitssystem hat den Staaten, die im Laufe von Jahrhunderten Kriege gegeneinander geführt hatten, die Möglichkeit geboten, Konflikte untereinander zu vermeiden.

    „Sollte die Allianz auseinander fallen, werden ihre bisherigen Mitglieder mit neuen Herausforderungen für ihre Sicherheit konfrontiert, und sie könnten dann neue Koalitionen bilden. In einer oder zwei Generationen werden in Europa mehrere miteinander im Konflikt stehende Allianzen entstehen, wie es sie im Pazifischen Raum und im Nahen Osten gibt sowie in verschiedenen historischen Momenten auch in Europa gegeben hat.“

    Indessen bestehe derzeit eine reale Bedrohung für die Existenz der Nato, die von innen ausgeht, heißt es im Artikel. Diese Bedrohung besteht in einer möglichen Erweiterung der Allianz im Zusammenhang mit der Zuspitzung der Beziehungen mit Russland. Insofern wäre zu überlegen, inwieweit eine Einbeziehung ehemaliger Unionsrepubliken wie Georgien und die Ukraine in die Allianz zweckmäßig ist.

    Die Spitzenpolitiker Deutschlands und Frankreichs sehen ein, dass Georgien und die Ukraine für die Rolle neuer Mitglieder des Blocks schlecht geeignet sind, wird im Beitrag betont. „Washington muss betonen, dass eine Einschränkung der Zusammenarbeit der Allianz mit postsowjetischen Staaten (mit Ausnahme des Baltikums) mit der Nato-Politik im Einklang steht, auch wenn diese nicht offiziell erklärt wurde“, schreibt „The National Interest“.

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    Tags:
    NATO, The National Interest, Deutschland, Frankreich, Ukraine, Nahosten, UdSSR, Georgien