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12:11 16 Oktober 2019
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    Kalaschnikow-Mehrzweck-Landungsboot

    Messe in St. Petersburg: Kalaschnikow setzt auf Lego-Prinzip bei Landungsbooten

    © Foto : Kalaschnikow-Konzern
    Militär
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    Der russische Rüstungskonzern Kalaschnikow wird bei der siebten Internationalen Marinetechnik-Messe in St. Petersburg einen neuen Gefechtsverband vorstellen, der aus Mehrzweck-Landungsbooten bestehen wird. Wie der Konzern mitteilte, wird der Gefechtsverband zudem über Drohnen verfügen.

    Die Messe findet in St. Petersburg vom 1. bis 5. Juli statt. Dabei werden mehr als 30 russische Kriegsschiffe, Boote und Versorgungsschiffe vorgestellt.

    Kalaschnikow werde in der Stadt an der Newa „erstmals einen einheitlichen Gefechtsverband von Mehrzweck-Landungsschiffen mit modernsten Waffenkomplexen ebenso wie die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der unbemannten Luftfahrt zeigen“, heißt in einer entsprechenden Pressemitteilung. Die Drohnen „können von den Booten gestartet werden.“

    Der einheitliche Gefechtsverband, der gemeinsam mit russischen Rüstungsforschern entwickelt wurde, besteht aus dem neuesten Transport- bzw. Landungsboot BK-16, dem Landungs- bzw. Sturmboot BK-10 und dem völlig neuen Feuerschutz-Boot BK-9 (in Russland gab es noch keine solchen Boote), das mit zusätzlichen Panzerplatten zum Schutz der Landungssoldaten ausgestattet ist.

    „Jedes der ‚Kalaschnikow‘-Boote kann entsprechend den konkreten Anforderungen bzw. Kampfaufgaben umgerüstet werden“, wurde der Generaldirektor des Konzerns, Alexej Kriworutschko, in der Mitteilung zitiert. „Zudem können darauf Aufklärungsdrohnen und moderne Rüstungskomplexe aufgestellt werden, darunter ein ferngesteuertes Gefechtsmodul. Die Rüstungskomplexe sind austauschbar und können abhängig von den Aufgaben der jeweiligen Spezialeinheit installiert werden.“

    Der Generaldirektor präzisierte, dass das BK-16-Boot mit vier Maschinengewehren Kaliber 7,62 Millimeter sowie entweder einem Gefechtsmodul oder zwei Maschinengewehren Kaliber 12,7 Millimeter sowie mit einem Granatwerfer Kaliber  40 Millimeter ausgerüstet werden könne. Zudem können die Boote mit Anti-Diversions-Minen und kompakten Raketenkomplexen des Typs Kornet ausgerüstet werden.

    Bei der Petersburger Messe wird der Kalaschnikow-Konzern die leichte Aufklärungsdrohne der ZALA-Klasse mit dem Codenamen 421-16EM zeigen. Einer der wichtigsten Vorteile dieses Flugapparats sind seine hervorragenden taktischen und technischen Eigenschaften und seine kompakte Größe. Diese Drohne kann Videoaufnahmen aus einer Entfernung von bis zu 25 Kilometern in Echtzeit übermitteln sowie schnell eine sichere Anlandestelle für die Landungsschiffe bestimmen.

    Der Kalaschnikow-Konzern entstand 2013 aus den größten staatlichen  Rüstungsbetrieben Ischmasch und Ischmech. „Kalaschnikow“-Produkte werden in 27 Länder exportiert, darunter in die USA, nach Großbritannien, Deutschland, Norwegen, Italien, Kanada, Kasachstan und Thailand. Seit diesem Jahr baut der Konzern nicht nur Schusswaffen, sondern auch Drohnen und Landungsboote.

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    Tags:
    Waffen, 421-16EM, Drohne, ZALA, BK-9, BK-10, BK-16, Kalaschnikow, Alexej Kriworutschko, St. Petersburg, Russland