08:53 10 Dezember 2019
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    Kriegsschiff der Mistral-Klasse „Wladiwostok“

    Mistral-Streit: Moskau und Paris grundsätzlich einig über Entschädigung

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    Streit um Mistral-Kriegsschiffe (93)
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    Nach der Weigerung Frankreichs, die bestellten und zum Teil auch bezahlten Hubschrauberträger Mistral an Russland auszuliefern, haben die Parteien laut inoffiziellen Angaben eine Einigung gefunden.

    Verhandler aus Moskau und Paris haben den Entwurf eines Abkommens vereinbart, bestätigte ein Insider aus den russischen Rüstungskreisen der Nachrichtenagentur RIA Novosti. Der Entwurf stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der beiden Regierungen. In dieser Woche hatte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian informiert, dass der Rücktritt vom Vertrag mit Moskau Paris 1,2 Milliarden Euro kosten würde.

    Zuvor erklärte sich Frankreich lediglich bereit, 785 Millionen Euro zurückzahlen. Damit wollte Paris seine Zusatzkosten für die Wartung der Schiffe, die Experten auf fünf Millionen Euro im Monat schätzen, auf Russland abwälzen. Moskau schätzte seine Kosten einschließlich des gezahlten Vorschusses und der Kosten für den Aufbau der entsprechenden Infrastruktur auf 1,16 Milliarden Euro.

    Weiterlesen: Le Pen über Mistral: „Frankreich schießt sich ins Knie“

    Russland hatte 2011 in Frankreich zwei Hubschrauberträger Mistral im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro bestellt. Die USA stemmen sich gegen den Deal. Das erste Kriegsschiff, die „Wladiwostok“, hätte im November 2014 an die russische Kriegsmarine übergeben werden sollen. Der Termin wurde unter dem Vorwand des Ukraine-Konflikts abgesagt. Ende November ließ Hollande die Auslieferung wegen der Ukraine-Krise bis auf weiteres aussetzen. Nun weiß Frankreich nicht, was es mit den Kriegsschiffen anfangen soll. Es gehen Gerüchte um, dass die Mistrals an Drittländer verkauft, demontiert oder sogar versenkt werden können.

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    Wladiwostok-Schiff, Mistral, Jean-Yves Le Drian, Russland, Frankreich