15:16 20 Januar 2020
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    Die Raketenbedrohung für die NATO bleibt auch nach der Lösung des iranischen Atomproblems weiter vorhanden, erklärte ein Allianzsprecher, der anonym bleiben wollte, am Dienstag in Brüssel.

    „Die Gefahr der Ausbreitung ballistischer Raketentechnologien nimmt sogar zu. Viele Länder verfügen bereits über solche Technologien oder erwerben sie… Das am Dienstag erzielte Abkommen zwischen dem Iran und der internationalen Gemeinschaft kann die Situation nicht ändern. Das europäische Raketenabwehrsystem schützt die NATO-Verbündeten vor diversen ballistischen Raketen und bleibt aktuell, solange es ballistische Raketen gibt, die den europäischen Teil der Allianz erreichen können“, sagte der Sprecher.

    Indes äußerte Russlands Außenminister Sergej Lawrow die Hoffnung, dass die USA ihre Pläne zum Aufbau des europäischen Segments der Raketenabwehr nach der Erlangung einer Einigung mit dem Iran korrigieren würden. „Russlands erklärt sich zu einem Dialog zu diesem Thema bereit.“

    Lawrow erinnerte daran, dass US-Präsident Barack Obama am 5. April 2009 in Prag erklärt hatte, dass das europäische Segment der Raketenabwehr nach der Erlangung einer Einigung mit Teheran nicht mehr nötig sein wird. „Wir hoffen darauf, dass die US-Kollegen sich daran erinnern und ihre Pläne entsprechend ändern würden“, sagte der russische Chefdiplomat.

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    Tags:
    Raketenabwehr, Embargo, Waffen, NATO, Sergej Lawrow, Barack Obama, USA, Iran