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12:30 19 Oktober 2019
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    Tu-160

    Russland takelt Tu-160 auf: Modernisierter Langstreckenbomber soll 40 Jahre dienen

    © AP Photo / Misha Japaridze
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    Russland unterzieht die Tu-160, den bewährten Langstreckenbomber der Sowjetunion, einer umfassenden Erneuerung. Die modernisierte Modifikation Tu-160M2 soll ab 2023 an die Luftwaffe gehen und mindestens 40 Jahre im Dienst bleiben.

    Laut Vize-Verteidigungsminister Juri Borissow handelt es sich bei der Tu-160M2 um ein „völlig neues Flugzeug“. Auch wenn es äußerlich kaum Änderungen geben werde, werde die Maschine mit völlig neuen Apparaturen und Waffen „gespickt“, die Wirksamkeit soll sich mehr als verdoppeln. Unter anderem soll der atomwaffenfähige Jet neue Radar- und Navigationsanlagen sowie neuartige Raketen diverser Reichweite bekommen.

    Die Tu-160 habe ohnehin „rekordmäßige“ Leistungsdaten, sagte Borissow am Freitag beim Besuch im Gorbunow-Flugzeugwerk Kasan (Tatarstan). Nach der Modernisierung wäre das Flugzeug auch nach 40 Jahren nicht veraltet. Das Verteidigungsministerium erwarte, dass die Industrie ab 2023 jährlich mindestens drei Tu-160M2-Bomber liefere.

    „Die Flugeigenschaften der sowjetischen und russischen Flugzeuge sind gut genug, um den Anforderungen der Gegenwart gerecht zu werden", sagte der Vize-Minister. Theoretisch könnte die Lebensdauer der Langstreckenflugzeuge durch ständige Modernisierungen bis auf 100 Jahre verlängert werden.

    Die Tu-160 (Nato-Code: Blackjack) ist ein Überschall-Langstreckenbomber. Wegen ihrer Schwenkflügel wird die Maschine in Russland als „Weißer Schwan“ bezeichnet. Die erste Tu-160 trat 1987 bei den damals noch sowjetischen Luftstreitkräften den Dienst an. Mit einer Startmasse von 275 Tonnen gilt sie als der schwerste Bomber der Welt.

    Das russische Militär hatte Anfang des Jahres eine Wiederaufnahme der Tu-160-Produktion angekündigt. Noch bis Ende dieses Jahrzehnts soll die Luftwaffe ein Dutzend modernisierte „Weiße Schwäne“, bekommen. Bis 2023 will Russland zudem einen neuen Langstreckenbomber als Ersatz für die Tu-160 bauen.

    Sergej Pirogow

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    Luftflotte, Tu-160M2, Tu-160, Juri Borissow, Russland