17:42 20 Juni 2019
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    USA auf Russlands Präsenz in Zentralasien angewiesen - Medien

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    Die russische Militärpräsenz in Zentralasien muss mit ruhiger Duldung und Unterstützung seitens der Vereinigten Staaten akzeptiert werden, da die Expansion des IS im postsowjetischen Raum zu einem Problem für die USA und ihre Verbündeten werden kann. Die Terrorbekämpfung liegt in beiderseitigem Interesse, schreibt „The National Interest“.

    Im April 2015 kündigte der Befehlshaber der 201. motorisierten Schützendivision Russlands an, dass Moskau bis zum Jahr 2020 die Stärke der Truppen in Zentralasien von 5.900 auf rund 9.000 Personen erhöhen wird.

    Wie rechtzeitig dieser Schritt kam, sei allen nur zwei Monate später bewusst geworden: Der Kommandeur der Sonderpolizei OMON (zu deren Aufgabe auch der Kampf gegen radikale Islamisten gehört – d. Red.) in Tadschikistan, Gulmurod Chalimow, hatte sich dem IS angeschlossen, berichtet „The National Interest“.

    Obwohl der Einfluss des IS auf die Region nicht übertrieben werden sollte, müssten die Staaten in Zentralasien, Russland und die Vereinigten Staaten bereit sein, den IS aufzuhalten, bevor sich solche oder ähnliche Vorfälle häufen können.

    Vor dem Hintergrund von Moskaus langjährigen Interessen in der Region werden die Beziehungen zwischen Russland und Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan im Rahmen der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) eine konstruktive Rolle bei der Bekämpfung der Terrormiliz spielen, beteuert das Blatt.

    Russland sei an der Bekämpfung von Gewalt und Terrorismus in Gebieten, die an den Süden der ehemaligen UdSSR angrenzen, interessiert. Doch auch die Vereinigten Staaten seien über die Ausbreitung des Extremismus in Afghanistan und Zentralasien besorgt, da die Expansion des IS im postsowjetischen Raum zu einem Problem für die USA und ihre Verbündeten im Nahen Osten werden könnte, behauptet die Zeitung.

    „Aufgrund der Tatsache, dass sich die Präsenz der USA und der Nato in der Region verringert, könnte Russland dort als eine Bollwerk der Stabilität fungieren", betont das Blatt.

    Unter Wahrung der gemeinsamen Sicherheitsinteressen in Zentralasien werden die USA und Russland in der Lage sein, das Fundament für künftige Verhandlungen über Angelegenheiten zu legen, in denen sich ihre Interessen widersprechen:

    „Der Ausbau der russischen Militärpräsenz in Tadschikistan und sogar die mögliche Rückkehr von russischen Soldaten an die tadschikisch-afghanische Grenze sollte mit ruhiger Duldung und Unterstützung seitens der Vereinigten Staaten akzeptiert werden. Die Achtung der gegenseitigen Interessen sollte in der Zukunft als Grundlage für die Lösung von Problemen dienen, in denen Russland und die Vereinigten Staaten kontroverse Meinungen haben“, schreibt „The National Interest“.

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    Terrormiliz Daesh, NATO, OVKS, Gulmurod Chalimow, Tadschikistan, Russland, USA