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15:28 14 Oktober 2019
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    Der serbische Kämpfer Radomir Počuča in der Ostukraine

    Serbischer Freiwilliger im Donbass: Einsatz in Ostukraine ist für Serben strafbar

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    Mindestens acht Serben, die in der Ostukraine auf der Seite der Volkswehr gekämpft hatten, sind zu Bewährungsstrafen verurteilt worden, wie der serbische Kämpfer Radomir Počuča mitteilte. Er führte dies darauf zurück, dass der US-Botschafter Michael Kirby und der EU-Botschafter Michael Davenport „die einflussreichsten Menschen in Belgrad“ seien.

    Der jetzige serbische Präsident Tomislav Nikolić sei in den Hintergrund gerückt, sagte er in einem Interview für die online-Zeitung gazeta.ru.  Serbiens Ministerpräsident Aleksandar Vučić betreibe eine europhile Politik, die der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und anderen europäischen Politikern passe.

    Acht Serben, die in den Reihen der Volkswehr der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk gekämpft hatten, haben in Serbien schon drei bis fünf Jahre auf Bewährung erhalten, sagte Počuča. Dies widerspiegle den wahren politischen Kurs Serbiens. Er befürchtet, dass andere Serben nach ihrer Rückkehr aus dem Donbass nicht bloß auf Bewährung verurteilt werden, sondern reale Freiheitsstrafen bekommen könnten.

    „Der serbische Sicherheitsinformationsdienst BIA hört serbische Freiwillige ganz bestimmt ab. Es ist nicht auszuschließen, dass er auch ihre E-Mails knackt“, unterstrich Počuča.

    Er schätzt die Anzahl der serbischen Freiwilligen im Donbass auf 70 bis zu mehreren hundert Mann. Sie seien zum Kampf für das Brudervolk gekommen, weil sie aus dem Kroatienkrieg (von 1991 bis 1995) und dem Bosnienkrieg (von 1992 bis 1995) wissen, was der Kampf für die eigene Unabhängigkeit bedeute, so Počuča. Einige von seinen Kampfgefährten seien ehemalige Kämpfer der „Roten Barette“, einer Sondereinheit für Spezialoperationen, die an den Jugoslawienkriegen teilgenommen hatte.

    Außer Serben kämpften spanische, französische, US-amerikanische und sogar polnische Freiwillige für den Donbass, behauptet er.

    Radomir Počuča befindet sich seit September 2014 im Donbass. Jetzt arbeitet er im Stab der Bewegung „Noworossija“ von Igor Strelkow. Počuča kämpfte bei Lugansk, Debalzewe, danach nahm er am erfolglosen Sturmangriff des vom ukrainischen Militär kontrollierten Vorortes Peski (knapp zehn Kilometer westlich von Donezk) teil. Nach dem Ende des Krieges hofft Počuča auf die Rückkehr nach Serbien.

    Über Freiwillige aus Serbien in den Reihen der Volkswehr in der Ostukraine hatten Medien bereits Ende Frühjahr 2014 berichtet. Laut der Volkswehr war eine Gruppe von ihnen in die ostukrainische Stadt Slawjansk gekommen. Sie kannten den Volkswehr-Kommandeur Igor Strelkow noch aus den Zeiten, als er als Freiwilliger in Bosnien kämpfte.

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    Volkswehr, Sicherheitsinformationsdienst BIA, Angela Merkel, Igor Strelkow, Aleksandar Vučić, Radomir Počuča, Tomislav Nikolić, Serbien, Lugansk, Donezk, Russland, Ukraine, Donbass