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03:35 24 Oktober 2019
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    Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“

    Neuer Flugzeugträger: „Nicht nur für Russland, sondern auch für Sicherheit weltweit“

    © Sputnik / Oleg Lastochkin
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    Während Russland seinen einzigen Flugzeugträger repariert, erklären Experten, warum das Land mehr solche Kriegsschiffe braucht. Genannt werden sowohl geopolitische als auch wirtschaftliche Gründe. Eine Werft zeigt sich unterdessen bereit, den Bau neuer Flugzeugträger zu übernehmen.

    Russlands einziger Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ befindet sich derzeit im Trockendock des Schiffsreparaturwerkes in Murmansk auf der Kola-Halbinsel. Die dortige Regionalzeitung „Wetschernij Murmansk“ schreibt am Dienstag: „In den letzten Jahren hat der Flugzeugträger Missionen in verschiedenen Regionen der Welt absolviert und an vielen (darunter auch internationalen) Manövern teilgenommen. Im Mai kehrte er nach einem halbjährigen Einsatz aus dem Mittelmeer zurück. Seit Frühjahr wird das Kriegsschiff planmäßig repariert, um ab Herbst erneut auf Mission zu gehen.“

    Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“
    © Sputnik / Oleg Lastochkin
    Nach Ansicht des russischen Marineexperten Michail Nenaschew braucht Russland unbedingt neue Flugzeugträger. Nenaschew sagte der Onlinezeitung vz.ru: „Russland hat Zugang zu drei Ozeanen. Güter- und Energielieferungen sind zum Teil nur auf dem Seeweg möglich. Um diese Lieferungen umzusetzen, brauchen wir die Seewege zu schützen. Womit eigentlich? Etwa mit Erklärungen des Außenministeriums? Oder doch mit Kriegsschiffen, die bereit wären, die Transporte sowohl vor Piraten als auch vor anderen Kriegsflotten bei Bedarf zu verteidigen? Die Frage der Flotte betrifft deshalb nicht nur die Geopolitik, sondern auch die große Wirtschaft. Experten tendieren dazu, dass unsere Pazifikflotte und unsere Nordflotte je zwei Flugzeugträger bräuchten. Ich bin damit einverstanden.“

    „Eine ausbilanzierte russische Marine wäre eine Flotte nicht nur für den Schutz unseres Landes, sondern auch für die Sicherheit weltweit. Die Russen sind ein Volk von Weltbedeutung. Deshalb sollten wir auch Völkern anderer Länder helfen. Ich würde sagen, darin besteht die UN-Rolle unserer Flotte. Wir sind ja kein Bulgarien und kein Rumänien – wir dürfen uns nicht in einem kleinen geografischen oder historischen Raum abschotten“, mahnte Nenaschew, der die russische Nichtregierungsorganisation „Bewegung für die Unterstützung der Flotte“ leitet.

    Die im nordrussischen Gebiet Archangelsk ansässige Werft Sewmasch wäre nach eigenen Angaben bereit, einen Flugzeugträger zu bauen, falls eine entsprechende politische Entscheidung fällt. Michail Budnitschenko, Geschäftsführer des Unternehmens, sagte der Agentur Ria Novosti: „Wir haben den einstigen sowjetischen Flugzeugträger ‚Admiral Gorschkow‘ für Indien umgerüstet und viele Erfahrungen dabei gesammelt. Vor diesem Hintergrund ist das Unternehmen aus meiner Sicht einem neuen Auftrag gewachsen. Sewmasch ist bereit, am Bau der Überwasser-Flotte mitzuarbeiten, falls das Verteidigungsministerium die Werft vor diese Aufgabe stellt.“

    Das aktuelle staatliche Rüstungsprogramm für den Zeitraum bis 2020 sieht zwar keinen Flugzeugträger vor, ein Entwirf liegt aber bereits vor. Der in St. Petersburg ansässige Entwickler Krylow hatte Anfang Juli ein Modell präsentiert. Das Projekt hat den Codenamen 23000Е Storm („Seesturm“). Der geplante Flugzeugträger ist 330 Meter lang und soll rund 90 Maschinen mitführen. Unternehmenschef Walerij Poljakow sagte: „Das Kriegsschiff soll verschiedene Aufgaben in abgelegenen Gebieten des Weltmeeres lösen. Mit seinen Waffen und mitgeführten Flugzeugen ist es in der Lage, land- und seegestützte Ziele anzugreifen sowie die Flugabwehr zu gewährleisten“.

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