01:27 02 Juni 2020
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    Der Kauf US-amerikanischer Flugabwehrraketen vom Typ Stinger durch Lettland ist militärisch unzweckmäßig und ist eine Eigenwerbung der lettischen Streitkräfte, die ihre Kampfbereitschaft in der Nato zeigen wollen, wie Igor Korotschenko, Direktor des Zentrums für Analyse des Weltwaffenhandels, am Freitag geäußert hat.

    Zuvor hatte der Befehlshaber der lettischen Streitkräfte, Ronalds Graube, mitgeteilt, dass Riga Stinger-Fla-Raketen bei den USA kaufen und auf der Militärbasis in Ādaži stationieren würde. Die Verhandlungen sollen nach seinen Worten im nächsten Jahr beginnen.

    „In Bezug auf die militärische Zweckmäßigkeit sorgt dieser Schritt für große Zweifel, denn es bestehen für Lettland keine Luftbedrohungen und es wird sie in absehbarer Zeit auch nicht geben. Das schmale Verteidigungsbudget dieses Landes erlaubt es nicht, moderne Kurz- und Mittelstrecken-Flugabwehrsysteme zu erwerben“, sagte Korotschenko in einem Interview für RIA Novosti.

    „Doch Lettland will Werbung für seine Streitkräfte machen und der europäischen Gesellschaft ihre scheinbare Kampfbereitschaft zeigen“, fügte Korotschenko hinzu.

    Nach seinen Worten handelt es sich offenbar um eine beschränkte Anzahl von maximal 100 Flugabwehrraketen, da Lettlands Streitkräfte nicht genügend ausgebildet seien, um eine große Menge dieser Waffen zu bedienen.

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    Tags:
    Stinger, Flugabwehr, NATO, Igor Korotschenko, USA, Lettland