23:21 05 Dezember 2019
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    F-35

    Europas fünf tödlichste Waffen

    © Foto : Lockheed Martin
    Militär
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    Etwa vier Jahrhunderte lang war das Weltgeschehen um Europa zentriert, denn Europa war die größte militärische Macht der Welt, schreibt die Zeitschrift „The National Interest“ (NI).

    Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts kontrollierten Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal und andere Länder weite Landesteile in Afrika, Asien und in den beiden Amerikas. Die Weltkriege hatten Europas dominierende militärische Fähigkeiten erschöpft. Auch die USA stellten Europa als militärische Macht in den Schatten.

    Trotzdem entwickelten die Nato-Mitgliedstaaten beträchtliche Waffenarsenale, um der Sowjetunion und deren Verbündeten entgegenstehen zu können. Nach dem Zerfall der Sowjetunion haben die europäischen Regierungen ihre Rüstungsausgaben deutlich reduziert. Und durch den Aufstieg nicht-westlicher Nationen wie China und Indien hat Europa seine globale führende Position weiter verloren.

    Viele EU-Länder, insbesondere Nato-Mitglieder, bieten jedoch die weltweit modernsten Militärtechnologien auf. Einige Länder wie Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Schweden pflegen und entwickeln ihre einheimische Rüstungsindustrie.

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    Europa ist vielleicht nicht mehr dieselbe globale Macht, wie es in den vergangenen Jahrhunderten war, doch seine Streitkräfte betreiben wirksame Hard-Power-Instrumente.

    „The National Interest“ präsentiert eine Liste der fünf tödlichsten Waffen Europas:

    Eurofighter Typhoon

    Eurofighter Typhoon
    © Foto : UK Ministry of Defence / Jack Pritchard
    Eurofighter Typhoon

    Der Eurofighter Typhoon ist ein Mehrzweckkampfflugzeug, das von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien in Gemeinschaftsproduktion entwickelt und gebaut wird.

    Mit den Twin-EJ200-Turbofan-Triebwerken erreicht der Eurofighter einen Kampfradius von bis zu 1.389 Kilometern und beschleunigt auf 2.125 Kilometer pro Stunde. Die Maschine verfügt über 13 Waffenaufhängungen und kann für Luft-zu-Luft- und Oberflächenangriffe konfiguriert werden. Die Geschwindigkeit und Vielseitigkeit des Eurofighters machen die Maschine für Länder innerhalb und außerhalb Europas sehr attraktiv.

    Die Queen-Elizabeth-Klasse-Flugzeugträger

    „HMS Queen Elizabeth“  (Archivbild)
    © Foto : UK Ministry of Defence / Andrew Linnett
    „HMS Queen Elizabeth“ (Archivbild)

    Die Queen-Elizabeth-Klasse ist eine geplante Flugzeugträgerklasse für die britische Royal Navy. Insgesamt sollen zwei Schiffe („HMS Queen Elizabeth“ und „HMS Prince of Wales“) gebaut werden, um Flugzeugträger der Invincible-Klasse zu ersetzen.

    Die Schiffe der Queen-Elizabeth-Klasse werden erheblich größer sein als ihre Vorgänger. Jeder dieser Flugzeugträger soll eine Wasserverdrängung von 70.600 Tonnen haben und 283 Meter lang sein. Die Schiffe sollen in der Lage sein, bis auf 25 Knoten zu beschleunigen.

    Der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“

    Der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“
    © Foto : Marine Nationale
    Der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“

    Die „Charles de Gaulle“ ist ein nuklear angetriebener Flugzeugträger und das größte Schiff der französischen Marine. Frankreich verwendet dieses Schiff, um seine Interessen weltweit zu verteidigen, sowie bei Militäreinsätzen der Verbündeten. Die „Charles de Gaulle“ wurde 2001 in Dienst gestellt und bleibt eine integrale Komponente bei Seeoperationen von Paris.

    Der französische, 261,5 Meter lange Flugzeugträger hat eine Wasserverdrängung von 40.600 Tonnen und eine Besatzung von etwa 1.950 Personen. Das Schiff kann als Truppentransporter zusätzlich 800 Soldaten aufnehmen und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 27 Knoten. Die „Charles de Gaulle“ ist mit einem speziellen Boden-zu-Luft-Raketensystem ausgerüstet, um feindliche Angriffe abwehren zu können.

    F-35 Joint Strike Fighter (JSF)

    F-35-Kampfjet
    © Foto : Lockheed Martin
    F-35-Kampfjet

    Der Lockheed Martin F-35 Joint Strike Fighter (JSF) ist zwar ursprünglich ein US-Kampfflugzeug, aber mehrere europäische Länder wie Großbritannien, Italien, die Niederlande, Dänemark und Norwegen haben das Joint-Fighter-Programm mitfinanziert. Jedes dieser Länder soll bald eine Reihe von F-35-Varianten in Dienst stellen.

    Die F-35 ist ein Tarnkappenflugzeug, die sogar bessere Tarnfähigkeiten hat als der Eurofighter Typhoon. Die Pratt & Whitney-F135-Triebwerke ermöglichen es dem Flugzeug, eine Geschwindigkeit von Mach 1.6 und einen Kampfradius von mehr als 1.100 Kilometern zu erreichen.

    A26 Submarine

    Schweden entwickelt gegenwärtig ein neues U-Boot der A26-Klasse, die die bereits bestehende beeindruckende Flotte der U-Boote der Gotland-Klasse übertreffen soll. Das Projekt entstand am Ende des Kalten Krieges, als sich Schweden noch von der Sowjetunion bedroht fühlte. Als neutraler Staat außerhalb der Nato begann Schweden damit, eigene Abschreckungsmittel zu entwickeln.

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    Die A26 soll eine Wasserverdrängung von 1.900 Tonnen und Tarnfähigkeiten haben. Der außenluftunabhängige Stirling-Motor sorgt für Geräuschlosigkeit. Die A26 soll voraussichtlich 2018/19 in Dienst gestellt werden.

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    Tags:
    F-35 Joint Strike Fighter (JSF), Flugzeugträger „Charles de Gaulle, Queen-Elizabeth-Klasse-Flugzeugträger, Eurofighter Typhoon, A26 Submarine, EU, NATO, The National Interest, Deutschland, USA, Frankreich, Asien, Afrika, Portugal, Spanien, Schweden, UdSSR, Großbritannien