14:04 23 August 2017
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    Russland gedenkt der Toten des „Kursk“-Untergangs

    Russland gedenkt der Toten des „Kursk“-Untergangs

    © Sputnik/ Alexei Danichev
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    Heute haben in mehreren russischen Städten Gedenkveranstaltungen zum 15. Jahrestag des Untergangs des U-Boots „Kursk“ statt. An den Gräbern der Matrosen wurden Blumen niederlegt. Auf den Schiffen wehten die Flaggen auf Halbmast.

    In den Garnisonen der Nordflotte fanden die meisten Gedenkveranstaltungen in der Ortschaft Widjajewo statt, von wo aus das U-Boot seine letzte Fahrt startete.

    Um 11.28 Uhr, als vor 15 Jahren der erste Torpedo des atomgetriebenen Raketenkreuzers „Kursk“ explodierte, heulten die Sirenen auf den Schiffen der Schwarzmeerflotte auf. Die Schiffsbesatzungen gedachten der U-Boot-Opfer mit einer Schweigeminute.

    Das Atom-U-Boot K-141 „Kursk“ war am 12. August 2000 bei einer Übung der Nordflotte in der Barentssee, 175 Kilometer von Seweromorsk entfernt in einer Tiefe von 108 Metern havariert. Alle 118 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Laut offiziellen Angaben wurde die Tragödie durch die Explosion eines Torpedos verursacht, weshalb auch alle anderen Torpedos detonierten.

    Die Dokumente über die Katastrophe des U-Boots K-141, die für 30 Jahre geheim gehalten werden, könnten auf Beschluss der Regierung sogar früher offengelegt werden, wie der Leiter des Zentralarchivs des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Permjakow, am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya sagte.

    „Es sind nur 15 Jahre vergangen. Wir arbeiten gemäß der Gesetzgebung. Falls es irgendeinen Beschluss der Regierung geben wird, kann eine Kommission gebildet werden. Doch es gibt Gesetze, laut denen in 30 Jahren die Offenlegung der unter Verschluss stehenden Dokumente erörtert werden kann. Doch dazu muss es nicht unbedingt kommen“, so Permjakow.

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    Tags:
    Schweigeminute, U-Boots K-141, U-Boot-Kursk, Schwarzmeerflotte, Igor Permjakow, Russland
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