21:29 05 August 2020
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    Die Nato betrachtet Polen lediglich als eine „Pufferzone“ zwischen der Allianz und Russland und nicht als ein vollberechtigtes Mitglied, wie der polnische Präsident Andrzej Duda in einem Interview für die britische Ausgabe „Financial Times“ sagte.

    Er bezichtigte die Nato der Unfähigkeit, den verkündeten Kurs einzuhalten und der Strategie zur Stationierung  von Militärbasen im Osten treu zu bleiben.

    „Wir wollen keine „Pufferzone“ sein. Wir wollen tatsächlich den Ostflügel der Allianz bilden“, sagte Duda. „Die Nato soll da sein, um die Allianz verteidigen zu können (…) Wenn Polen und andere zentraleuropäische Länder tatsächlich den Ostflügel des Bündnisses ausmachen, erscheint die Stationierung von Militärstützpunkten auf deren Hoheitsgebiet nur logisch“, fügte der polnische Präsident hinzu.

    Früher hatte Duda erklärt, Polen brauche angesichts der schwierigen geopolitischen Lage mehr Garantien für seine Sicherheit und mehr Nato-Präsenz auf seinem Territorium, und betont, dass er dieses Thema bereits mit den Nato-Ländern und –Vertretern besprochen hätte.

    Die genannten Garantien hofft Duda bei dem nächsten Gipfel der Nordatlantik-Allianz zu bekommen, der im Juli 2016 in Warschau stattfinden soll.

    Duda trat das Präsidentenamt am 6. August an, nachdem er in der Stichwahl am 24. Mai 51,55 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt und Bronisław Komorowski besiegt hatte.

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    Tags:
    Andrzej Duda, Warschau, Polen