12:42 19 Juni 2019
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    Moskau: Raketendeal mit Iran ohne Dritte

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    Lieferung russischer S-300-Flugabwehrraketen an Teheran (44)
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    Jegliche Beteiligung von Drittländern im Bereich der Lieferung von S-300-Raketen an den Iran ist nicht vorgesehen und nicht erforderlich, wie Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Freitag bei einer Pressekonferenz sagte.

    „Der russische Präsident hat bereits einen Beschluss über die S-300 gefasst, wonach die Lieferung solcher Systeme an den Iran möglich ist. Nun wird die technische Seite dieser Frage bearbeitet“, so Rjabkow.

    „Ich denke, dass dies ein rein bilaterales Szenario ist“, betonte er.  Eine Beteiligung von Drittländern in diesem Bereich sei „nicht vorgesehen und nicht erforderlich“.
    Zuvor hatte der Präsidentenberater für militärtechnische Kooperation Wladimir Koschin mitgeteilt, dass Russland dem Iran eine modifizierte Variante des Flugabwehrkomplexes S-300 liefern wird, die eigens für die iranischen Auftraggeber nachgearbeitet wird.

    Russland und der Iran hatten 2007 einen Vertrag zur Lieferung von S-300-Systemen im Wert von rund 900 Millionen US-Dollar geschlossen. Doch nach der Verabschiedung von UN-Sanktionen gegen den Iran legte der damalige Präsident Dmitri Medwedew den Raketendeal auf Eis.

    Iran reagierte mit einer Klage gegen Russland vor einem internationalen Schiedsgericht und forderte 4,2 Milliarden US-Dollar zurück. Derzeit verhandeln die Seiten über die Rücknahme der Klage.

    Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnete im April einen Erlass, der das Verbot für die Lieferung dieser Raketen an den Iran aufhebt. Sein Berater Koschin teilte im Juni mit, dass Moskau und Teheran einen Vertrag zur Lieferung der S-300-Systeme vorbereiten.

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    Flugabwehr, S-300, Rosoboronexport, Wladimir Putin, Wladimir Koschin, Sergej Rjabkow, Russland, Iran