03:09 18 Oktober 2018
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    Jagdflugzeuge F-22 Raptor

    Die fünf tödlichsten Stealth-Kriegswaffen

    © Foto : US Ministry of Defence / George Kale
    Militär
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    Die Idee der Stealth- oder Tarnkappentechnik ist immer vorhanden gewesen, seit der erste Höhlenmensch eine Tasche an seine Kleidung genäht hatte, um darin einen Stein zu verstecken, wie „The National Interest“ schreibt.

    Jahrtausende später, als die Möglichkeit aufkam, Objekte am Boden, in der Luft und auf See mithilfe elektromagnetischer Strahlung zu orten, wurde es viel schwieriger, Waffen unsichtbar zu machen. Nach der Herstellung eines für Radare unsichtbaren Flugzeugs strebte man nicht, da Radareigenschaften in Bezug auf die Form eines Objektes nicht völlig verstanden wurden.

    Erst nachdem die Werke des russischen Physikers Pjotr Ufimzew über die Reflexion von elektromagnetischen Wellen veröffentlicht und in die englische Sprache übersetzt worden waren, verstanden die Ingenieure der Lockheed Corporation, wie sich der Radarquerschnitt eines Flugzeugs reduzieren lässt. Ergebnis war das Tarnkappenflugzeug Lockheed F-117A Nighthawk. Seit damals ist die Stealth-Technik ein integraler Teil jedes taktischen Flugzeugs, das von den USA eingesetzt wird.

    „The National Interest“ präsentiert die fünf tödlichsten Stealth-Kriegswaffen.

    SR-71 Blackbird

    SR-71A Blackbird
    © Foto : US Ministry of Defence
    SR-71 Blackbird

    Die Lockheed SR-71 war ein schnelles, sehr hoch fliegendes Aufklärungsflugzeug, das von 1966 bis 1998 im Einsatz der US-Luftstreitkräfte stand. Die SR-71, die eine Geschwindigkeit von Mach 3.2 erreichte, war eines der ersten Flugzeuge mit mehreren Stealth-Eigenschaften.

    Die Maschine absolvierte 1962 ihren Erstflug und wies Stealth-Technik auf, die es ermöglichte, die Radarrückstrahlfläche zu reduzieren und damit die Gefährdung durch die Flugabwehr zu vermindern. Die Konturen sind fließend. Die Flügel, der Schwanz und der Rumpf sind aus Verbundmaterialien hergestellt, die als radarabsorbierende Materialien gelten. Die mit einem Nachbrenner ausgestatteten J58-Turbojet-Triebwerke mit ihren großen Saugluftöffnungen befinden sich dicht am Rumpf.

    Auch die spezifische schwarze Farbe, infundiert mit winzigen eisernen Ferritkugeln, sorgte zusätzlich für eine Verringerung des Radarquerschnittes des Flugzeugs.

    F-117 Nighthawk

    F-117 Nighthawk
    © Foto : US Air Force / Kim Frey
    F-117 Nighthawk

    Die Lockheed F-117 Nighthawk ist das weltweit erste Bombenflugzeug, das erfolgreich Tarnkappentechnik zur Vermeidung von Abwärme- und Radarrückstrahlungen benutzte. Die F-117 wird häufig fälschlicherweise als „Jagdflugzeug“ (Stealth Fighter) bezeichnet. In der Tat handelt es sich um einen taktischen Bomber ohne Luft-zu-Luft-Fähigkeit.

    Die F-117 wurde zuerst in Rahmen eines streng geheimen Programms hergestellt. Der Erstflug fand im Juni 1981 statt. Erst im November 1988 gab das US-Verteidigungsministerium die Existenz der Maschine zu.

    Die Tarnkappen-Eigenschaften der F-117 beruhen auf ihrer besonderen Form und auf einer speziellen Beschichtung der Außenhaut, die dafür sorgt, dass 80 bis 90 Prozent der Radarstrahlung im Idealfall absorbiert werden.

    Der erste Einsatz einer F-117 erfolgte 1989 bei einem Bombenabwurf über Panama. 1991 eröffneten F-117 mit Angriffen auf Bagdad die Operation Desert Storm gegen den Irak. Im Jahr 1999 wurden die Maschinen bei Einsätzen im Kosovo verwendet und 2003 leiteten F-117 die Operation Iraqi Freedom ein. 2008 wurden diese Flugzeuge außer Dienst gestellt, um durch F-22 Raptor ersetzt zu werden.

    B-2 Spirit

    B-2 Spirit
    © Foto : US Air Force / Cherie A. Thurlby
    B-2 Spirit

    Die B-2 Spirit wurde ab 1988 von der Northrop Corporation hergestellt und ist der erste strategische Tarnkappenbomber der USA.
    Sein herausragendes Merkmal ist die schwanzlose Konstruktion, die seine Radarsignatur minimiert und ihn daher schwieriger zu entdecken und zu bekämpfen macht.

    Ursprünglich war die B-2 als Kernwaffenträger konzipiert, der im Konfliktfall die sowjetische Luftabwehr umgehen sollte, um dann im Hinterland feindliche Ziele mit Nuklearwaffen zu bekämpfen.

    Nach dem Ende des Kalten Kriegs ging der Bedarf an diesen Flugzeugen zurück und es wurden lediglich 21 von den 132 bestellten Maschinen gebaut. Allerdings wurden zahlreiche Modifikationen vorgenommen, um auch konventionelle und präzisionsgelenkte Luft-Boden-Waffen einsetzen zu können. Die B-2 ist fähig, allerlei Waffen zu tragen, von der schweren Atombombe B61 über konventionelle Bomben mit JDAM-Nachrüstsatz bis schwere bunkerbrechende MOP-Bomben („Massive Ordnance Penetrator“).

    Ihren ersten Einsatz hatte die B-2 1999 im Rahmen des Kosovokrieges. Die B-2-Maschinen wurden auch während des Afghanistankriegs Ende 2001 und während des Irakkrieges 2003 eingesetzt. Im Rahmen der Operation Odyssey Dawn griffen B-2-Bomber 2011 Flugfelder in Libyen an, um die Flugverbotszone nach der Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates durchzusetzen

    F-22 Raptor

    F-22A Raptor
    © Foto : US Air Force / Ben Bloker
    F-22 Raptor

    Der erste Stealth-Luftüberlegenheitsjäger F-22 Raptor („Greifvogel“) wird als Nachfolger für die F-15 Eagle eingesetzt. Im Gegensatz zu den vorherigen US-amerikanischen Flugzeugen, einschließlich F-117 und B-2, war er als Jagdflugzeug konzipiert, das durch die Stealth-Technik klare Vorteile im Luft-zu-Luft-Kampf bekommen sollte. Die F-22 gilt in ihrer Kombination aus Tarnkappeneigenschaften, Geschwindigkeit, Manövrierfähigkeit, Präzision, Lagebewusstsein sowie den Fähigkeiten im Luft-Luft- und Luft-Boden-Kampf als das derzeit weltbeste Jagdflugzeug, das jedem bekannten oder geplanten Jagdflugzeug überlegen ist.

    Die F-22 trat Ende 1980 als Advanced Technical Fighter (ATF) („fortgeschnittener taktischer Jäger“) ins Leben. Der ATF war als erstes Flugzeug konzipiert, das die Stealth-Technik mit einer hochmanövrierbaren Jäger-Typ-Plattform verband. Die Konstruktion der F-22 sorgt für minimale Radar- und Infrarot-Signaturen – die zwei wichtigsten Zielsuchmechanismen bei Luft-zu-Luft-Raketen. Zudem wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Radarquerschnitt (RCS) der F-22 zu reduzieren.

    Die US Air Force hatte ursprünglich geplant, 750 F-22 zu bestellen, um damit die F-15 zu ersetzen. Die bestellte Menge wurde jedoch auf 183 Flugzeuge reduziert.

    Atomar angetriebene Raketen-U-Boote der Ohio-Klasse

    Submarino nuclear clase Ohio USS Maryland
    © Foto : US Navy / James Kimber
    U-Boot der Ohio-Klasse USS Maryland

    Stealth-Technik kommt aber nicht nur bei Flugzeugen, sondern seit Jahrzehnten auch bei U-Booten zum Einsatz. Atomar angetriebene Raketen-U-Boote der Ohio-Klasse weisen unter allen U-Booten die stärkste Kombination von Letalität und Heimlichkeit auf.

    Laut einer Vermutung konnten die U-Boote der Ohio-Klasse nie von den konkurrierenden sowjetischen U-Booten bzw. von U-Boot-Suchsystemen entdeckt werden.

    Die Ohio-U-Boote mit einer Verdrängung von 18.450 Tonnen (getaucht) sind die größten U-Boote, die die USA je gebaut haben. Die Stealth-Merkmale umfassen einen zylindrischen, fischförmigen Rumpf für eine schnelle Bewegung mit minimalem Rauschen. Geräusch erzeugende Geräte sitzen auf zwei schalldämmenden Halterungen. Die U-Boote haben auch zwei Dampfturbinen, eine für einen leisen Betrieb.

    18 U-Boote der Ohio-Klasse sind gebaut worden. 14 dienen weiter als Träger für Interkontinentalraketen, während vier Boote dieser Klasse umgerüstet wurden und konventionelle Tomahawk-Marschflugkörper tragen.

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    Stealth, Waffen, F-117 Nighthawk, SR-71 Blackbird, F-22, B-2, F-22 Raptor