23:44 21 August 2017
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    Situation in der Ukraine

    Kiew schließt Friedensmission im Donbass nicht aus – Außenminister

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    Lage im Donbass (285)
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    Die Behörden in Kiew geben die Idee nicht auf, Friedenstruppen in den Donbass zu entsenden, um eine Beilegung zu erzielen, wie der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin im Ersten nationalen ukrainischen Fernsehen erklärte.

    „Ich betrachte als eine mögliche Option in der Zukunft eine zivile oder eine zivilmilitärische Mission der Europäischen Union, die mit uns im Donbass zusammenarbeiten soll, darunter in der Stabilisierungsphase, nachdem dort faire und freie Wahlen stattgefunden haben“, sagte Klimkin.

    „Was eine UN-Mission angeht, arbeiten wir auch daran konsequent. Zuletzt habe ich mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am 29. Juli, wenn ich mich nicht irre, (über die mögliche UN-Friedensmission – d. Red.) gesprochen“, so der ukrainische Außenminister.

    Laut ihm ist für die Entsendung einer Friedensmission in den Donbass eine einstimmige Position aller EU-Länder notwendig, die jedoch bisher fehlt.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich in Kiew nicht einverstanden gewesen waren. UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konflikts bereits mehr als 6.800 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Über die Regelung der Situation im Donbass wird unter anderem bei Treffen der Kontaktgruppe in Minsk verhandelt, die seit September vorigen Jahres bereits drei Dokumente zur Beilegung des Konfliktes angenommen hat.

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    Ban Ki-moon, Pawel Klimkin, Donbass, Kiew
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