23:35 17 August 2017
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    Medien: USA wollen Milliarden für Aufspürung „russischer U-Boot-Bedrohung“ ausgeben

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    Die US-Marine entwickelt ein neues System von Unterwasser-Sensoren für die Aufspürung russischer U-Boote, wie Bloomberg mitteilt.

    Die USA halten die eventuelle Präsenz russischer U-Boote im Atlantik für ein „unmittelbares und langfristiges Risiko“.

    Laut den Haushaltsdokumenten des US-Verteidigungsministeriums hat das Land vor, bis Mitte 2016 die Entwicklung des Prototyps eines Unterwasser-Sensoren-Systems zum Kampf gegen die wachsenden Gefahren aus der ganzen Welt abzuschließen.

    Zu diesem Zweck wollen die USA ein komplexes Überwachungssystem im Atlantik aufzubauen, das vom Unternehmen Lockheed Martin entwickelt wurde. Es wird betont, dass ein ähnliches System bereits im Pazifik genutzt wird.

    Im Haushalt des Verteidigungsministeriums sind die beiden Systeme mit dem Vermerk „dringende operative Notwendigkeit“ versehen. Für den Start der beiden Projekte fordert das Verteidigungsamt 56,5 Millionen Dollar.
    Wie Bloomberg bemerkt, werden in dem neuen System andere Prinzipien akustischer Aufspürung als in dem alten Hydrophon-System TL-29 genutzt.

    Der Analytiker vom Center for Strategic and Budgetary Assessments, Bryan Clark, unterstreicht, dass derartige Systeme am besten in geografisch wichtigen Punkten wie etwa in der Straße von Gibraltar oder der Region des Pazifik zwischen Grönland und Island einsetzbar sind.

    Laut Bloomberg wurde die Initiative der US-Marine dem Kongress nach der Unterzeichnung der neuen Marine-Doktrin durch Russlands Präsident Wladimir Putin vorgelegt.

    Die russische Marinedoktrin war am 26. Juli aufgrund der „neuen internationalen Lage und Russlands Erstarken als Seemacht“ geändert worden. Die neue Doktrin umfasst vier Richtungen: militärische Präsenz, Seewege, Forschung und Erschließung von Bodenschätzen. Darin spielt die Antarktis eine wichtige Rolle, am wichtigsten sind aber der Atlantik und die Arktis.

    Arktis
    © Sputnik/ Valeria Yarmolenko
    Die russische Marinepolitik im Atlantik werde von den Bedingungen in der Region sowie fehlenden Rechtsmechanismen zum Schutz der internationalen Sicherheit bestimmt, heißt es in der Doktrin. Im Schwarzen und Asowschen Meer will Russland seine strategischen Positionen wiederaufbauen. Zu den Aufgaben gehören die Sicherung des Zugangs zur Krim und der Aufbau von Werften auf der Halbinsel. Das Mittelmeer soll eine Zone der militärpolitischen Stabilität werden.

    In der Arktis sollen der russischen Flotte Seewege zum Atlantik und Pazifik frei gemacht werden. Ferner will Russland laut der neuen Doktrin die Bedrohungen in der Arktis reduzieren, das Potential der Marine stärken und die Nordflotte weiterentwickeln. Im Pazifik will das Land  freundschaftliche Beziehungen mit China entwickeln. Im Indischen Ozean sollen die freundschaftlichen Beziehungen mit Indien ausgebaut werden.

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    Tags:
    Marine, Medien, Bryan Clark, Russland, USA, Arktis
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