06:50 06 Dezember 2019
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    MiG-29

    Kampfjetbauer MiG erwartet neue Gefahren aus Luft- und Weltraum

    © Sputnik / Vladimir Astapkovich
    Militär
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    Der russische Hersteller MiG hat über seine milliardenschweren Aufträge und über die Pläne für neuartige Kampfjets informiert. Er sieht sich insbesondere in der Lage, einen Abfangjäger gegen fortgeschrittene Angriffswaffen zu bauen. Generell spricht das Unternehmen von der Aufgabe, Russland stärker zu machen.

    MiG-Geschäftsführer Sergej Korotkow sagte in einem Interview mit der „Rossijskaja Gaseta“, das Unternehmen plane ein „substanzielles Geschäftsprogramm“ bei der am Dienstag beginnenden russischen Luft- und Raumfahrtmesse MAKS 2015: „Im Laufe der Woche soll eine Reihe von Treffen mit europäischen Delegationen stattfinden, aber auch mit unseren Kollegen aus Südostasien.“

    Was neue Kampfjets betrifft, erregt insbesondere die MiG-35 laut Korotkow international Aufsehen: „Aus meiner Sicht hat dieses Jagdflugzeug gute Aussichten am Weltmarkt. Dank seiner modernsten Lösungen in Sachen Elektronik und Waffen nähert sich dieser Kampfjet unmittelbar der 5. Generation.“  

    Gefragt seien auch die Modernisierungsprogramme für den MiG-29-Jäger, der 29 Ländern der Welt zur Verfügung steht. Der Hersteller biete eine breite Palette von Modernisierungs-Optionen an, damit jeder Auftraggeber etwas Passendes wählen könne, hieß es.

    In Bezug auf die bereits bestehenden Aufträge berichtete Korotkow: „Im Jahr 2014 hat unser Unternehmen Vertragsverpflichtungen im Gesamtwert von rund 800 Millionen US-Dollar erfüllt. Am meisten Arbeit wurde im Auftrag des indischen Verteidigungsministeriums geleistet. Es geht sowohl um die Lieferung neuer Jagdflugzeuge MiG-29K/KUB als auch um die Modernisierung der zuvor gelieferten MiG-29UPG. Im Moment macht das faktische Portfolio unserer Aufträge rund vier Milliarden US-Dollar aus.“

    Zu den aktuellen Entwicklungsarbeiten sagte der Geschäftsführer, derzeit werde an einem künftigen Kampfjet der 5. Generation getüftelt: „Hoffentlich werden unsere Entwicklungen Nachfrage finden und sich demnächst in einem realen Projekt niederschlagen.“

    Korotkow wurde auch nach den Plänen für einen künftigen Abfangjäger gefragt. Er antwortete: „Der Charakter der Bedrohungen durch jene Angriffsmittel, die über den Luft- und Weltraum kommen, wird sich in einiger Zeit offensichtlich ändern. Teilweise werden sie sich gegenseitig integrieren. Dies wird die Entwicklung neuer Verteidigungswaffen erfordern. Die russische Staatsführung begreift das. Ein Beleg dafür ist die jüngste Gründung einer neuen Teilstreitkraft, bei der es sich um die Luft- und Weltraumstreitkräfte handelt. Ein Abfangjäger wäre das effizienteste mobile Mittel für den Schutz des Luft- und Weltraums. Ich denke, diese Richtung wird sich fortentwickeln. Und unsere Konstrukteure verfügen über einmalige Kompetenzen auf diesem Gebiet.“ 

    MiG-35 – Zukunftskampfjet der Generation 4++.
    © Sputnik / Ramil Sitdikov

    Generell sagte Korotkow zu den Aussichten des Unternehmens: „Von Jahr zu Jahr steigern wir die Lieferung von Jagdflugzeugen sowohl an die russischen Streitkräfte als auch ins Ausland. Es gibt gute Aussichten auf neue Aufträge. Die Produktionskapazitäten des Unternehmens werden technologisch modernisiert (…) Das Motto des Unternehmens lautet: Der Sieg in der Luft wird am Boden geschmiedet. Wir zählen zu den fortschrittlichsten russischen Rüstungsbetrieben, die bereits jetzt ein Ausgangspunkt sind für die Wiederherstellung der einstigen Stärke unseres Landes. Das ist eine ernsthafte strategische Aufgabe von staatlichem Ausmaß.“

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    Tags:
    MiG-35, MiG-29, Luft- und Raumfahrtmesse MAKS 2015, MiG, Sergej Korotkow, Russland