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    F-22 Raptor

    „Zu Europas Sicherheit“: USA verlegen F-22-Kampfjets nach Europa

    © Foto : U.S. Air Force / Mike Meares
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    Die USA wollen im Rahmen der Strategie zur Eindämmung „der russischen Aggression“ vier Kampfjets F-22 Raptor nach Europa schicken, wie US-Luftwaffenchefin Deborah Lee James bei einem Pressegespräch mitteilte.

    Sie nannte weder den genauen Termin noch die Orte ihrer Stationierung, betonte aber, dass dies „sehr bald“ erfolgen werde.

    Im Rahmen dieses Programms sollen US-amerikanische Piloten mit ihren Kollegen aus anderen Nato-Staaten trainieren, um „sie zu unterstützen und unsere Treue zur Sicherheit und Stabilität in Europa“ zu zeigen.

    Die F-22-Jets sind hochmoderne Jagdflieger zur Bekämpfung feindlicher Kampfflugzeuge in der Luft. Gegenwärtig werden diese Maschinen im Nahen Osten gegen IS-Kämpfer eingesetzt.

    US-Präsident Barack Obama hatte noch am 3. Juni 2014 in Warschau die „Initiative für Sicherheit in Europa“ (European Reassurance Initiative) angekündigt, in deren Rahmen die Bereitstellung von einer Milliarde US-Dollar für die Stärkung der Präsenz des US-Militärs, der Luftwaffe und der Kriegsmarine in Europa vorgesehen ist.

    Sowohl der US-Senat als auch das Repräsentantenhaus hatten diese Initiative bzw. ihre Finanzierung gebilligt. Jetzt beginnt ihre Umsetzung. Diese Anstrengungen gelten als Reaktion des Westens auf „aggressive Handlungen“ seitens Russlands.

    „Diese Entscheidung stellt an und für sich einen neuen Schritt zur Verschärfung der Situation in Europa und den Versuch dar, eine offene Konfrontation mit Russland zu entfesseln“, äußerte der tschechische Politologe Jan Miklas gegenüber der Agentur Sputnik.

    „Die US-Militärpräsenz wird offensichtlich verstärkt. Im Herbst wird ein US-Konvoi unter dem lyrischen Namen ‚Donau-Fahrt‘ durch Tschechien rollen. Wir werden einfach vor vollendete Tatsachen – eine weitere Vorführung der militärischen Stärke der USA – gestellt, die wir Tschechen ganz und gar nicht brauchen.“

    Zu den Äußerungen westlicher Medien bzw. des Pentagons, wonach Osteuropa vor der „aggressiven Politik“ Russlands geschützt werden muss, sagte er: „Für alles, was in der Ukraine vor sich gegangen ist, sind die USA unmittelbar verantwortlich. Es ist offenkundig, dass die Amerikaner fünf Milliarden US-Dollar für die Krawalle auf dem Maidan ausgegeben haben.“

    Nato-Manöver in Rumänien
    © AP Photo / Andreea Alexandru/Mediafax via AP

    Und jetzt nutzten sie die ukrainische Situation aus, um bei dem von ihnen entfesselten geopolitischen Kampf Druck auf Russland auszuüben.

    „Die einfache Logik zeugt davon, dass Russland nie vollkommen sinnlose Schritte, zum Beispiel gegen die baltischen Länder bzw. die Republik Moldau, unternehmen wird. Dennoch sind derartige märchenhafte Vermutungen nicht so harmlos – sie verwandeln sich unterdessen in eine durchaus reale Militärhilfe seitens der USA, nämlich in die erwähnten F-22-Jets, die in allernächster Zeit irgendwo in Europa auftauchen können“, sagte der Politologe.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, F-22, Pentagon, Deborah Lee James, USA, Russland