13:50 08 April 2020
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    Bei den geplanten Nato-Übungen „Trident Juncture“ im Süden Europas soll der Kampf in den sozialen Netzwerken nicht nur gegen einen Übungsgegner, sondern auch gegen einen „realen Opponenten“ trainiert werden, teilte der Radio- und Fernsehsender RTBF unter Berufung auf den Nato-Oberbefehlshaber für Transformation, General Jean-Paul Palomeros, mit.

    „Der General hat erläutert, dass soziale Netzwerke mit virtuellen und womöglich auch wirklichen Opponenten Teil der Übungen sein werden“, hieß es.

    Nato-Übung in Lettland
    © REUTERS / Ints Kalnins
    Der Militär teilte laut RTBF außerdem mit, dass die Manöver, die vom 3. Oktober bis 6. November geplant sind und größtenteils in Italien, Spanien und Portugal durchgeführt werden, in keiner Beziehung zur Ukraine-Krise und zu der Verschärfung der Beziehungen zwischen der Nato und Russland stünden.

    Nato-Übungen in Polen
    © REUTERS / Franciszek Mazur / Agencja Gazeta
    Das Szenario der Übungen umfasst alle Bestandteile eines modernen Krieges wie Raketenabwehr, Bekämpfung von Cyber-Attacken, Vorgehen in einem „Hybridkrieg“ und Propaganda-Operationen.

    Bei „Trident Juncture“ sollen mehr als 36.000 Soldaten aus 30 Ländern im Einsatz sein, darunter den Nato-Verbündeten und den Nato-Partnerstaaten Australien, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Finnland, Mazedonien, Schweden und die Ukraine.

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    Tags:
    Cybersicherheit, Soldaten, NATO, Österreich, Australien, Ukraine