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02:21 21 September 2019
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    Panzer Armata: Vorteile nun aus greifbarer Nähe

    © Sputnik / Alexei Malgavko
    Militär
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    Neue Waffen für russische Armee (670)
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    Erstmals ist es Interessierten erlaubt worden, den neuen russischen Panzer Armata aus unmittelbarer Nähe zu betrachten. Der russische Heereschef hat eine massive Erneuerung der Panzerbestände angekündigt. Dem Armata-Hersteller schweben bereits künftige unbemannte Einsätze vor.

    Bei der jüngsten Rüstungsmesse RAE im russischen Nischni Tagil hat jeder Besucher die Möglichkeit bekommen, sich den neuen Panzer Armata T-14 unmittelbar anzusehen. Nun veröffentlichte die russische Wochenzeitung „WPK“ eine Reportage zum Thema.

    Der Reporter berichtete: „Das sind keine experimentellen Modelle mit vorübergehenden technischen Lösungen mehr – so ist der erste Eindruck (…) Von ihrem Äußeren her sind das eben Serienfahrzeuge, die zu einem realen Kampf fähig sind. Dafür haben sie alles Nötige: Von Zielvorrichtungen bis hin zu Ersatz-Gliedern für die Gleisketten. Die ‚Serienmäßigkeit‘ der neuen Kampffahrzeuge wird durch ihre dunkelgrüne Farbe betont, die in letzter Zeit zu einer Visitenkarte der Waffensysteme und Militärtechnik der russischen Streitkräfte geworden ist.“

    „Beim ersten Anblick scheint die Frontpanzerung des T-14 aus schlecht gelegtem Blech von niedriger Qualität gefertigt zu sein. Doch beim genauen Betrachten wird klar: Das ist ein spezieller Mantel, der die eingebauten Elemente der Reaktivpanzerung schützt“, so der Reporter weiter.

    Wie der russische Heereschef Oleg Saljukow unterdessen mitteilte, werden die Entwicklungsarbeiten am Armata derzeit fortgesetzt: „Sie laufen planmäßig. Im Jahr 2016 sollen sie mit einem staatlichen Testprogramm abgeschlossen werden“. Bis dahin soll nur eine geringere Zahl dieser Panzer laut Saljukow dem Heer zur Verfügung gestellt werden – ebenfalls testweise. 

    Panzer T-14 „Armata“ bei der Militärparade am Roten Platz
    © Sputnik / Host Photo Agency / Anton Denisov
    Als Trümpfe des T-14 gelten der unbemannte Turm, die komplett digitale Steuerung sowie die gepanzerte isolierte Kapsel für die Besatzung. Der Panzer hat eine 125-mm-Kanone, später ist ein größeres Kaliber geplant.

    Wie Saljukow weiter betonte, sind Panzereinheiten dank ihrer effizienten Waffen und ihrer hohen Manöverfähigkeit nach wie vor die wichtigste Stoßkraft des russischen Heeres. Alleine im laufenden Jahr hat die Armee mehr als 600 modernisierte Panzer erhalten. Der Anteil der modernen Militärtechnik soll zum Jahr 2020 bei gepanzerten Kampffahrzeugen mindestens 70 Prozent erreichen, hieß es.

    Wjatscheslaw Chalitow, Vizechef des Armata-Herstellers Uralwagonsawod, erläuterte: „Was dem Heer im Moment zur Verfügung steht, sind sowjetische Panzer. Selbst der T-90, der Ende der 1990er Jahre in Dienst gestellt wurde, ist praktisch eine sowjetische Entwicklung. Der Armata ist dagegen ein komplett russischer Panzer – von der Idee bis hin zu ihrer Umsetzung. Abgesehen von geringen Komponenten, ist dieser Panzer von ausländischen Zulieferteilen unabhängig.“

    „Die Ausrüstungen des Armata ermöglichen, viele Vorgänge zu automatisieren, die zuvor manuell passierten. Das betrifft auch die Fernsteuerung. Es ist nicht auszuschließen, dass künftige Kriege schon ohne unmittelbare menschliche Beteiligung verlaufen werden. Deshalb haben wir für den Armata eine mögliche Robotisierung vorgesehen. Damit sollte man sich allerdings nicht beeilen. Denn für diese Zwecke bräuchte man eine künstliche Intelligenz, die in der Lage wäre, die Situation auf dem Kampffeld zu analysieren, um Entscheidungen zu treffen. Vorerst ist nur der Mensch dazu fähig“, so Chalitow.

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    Tags:
    Armata, Kampfpanzer T-90, T-14-Panzer, Rüstungsmesse RAE-2015, Uralwagonsawod, Wjatscheslaw Chalitow, Oleg Saljukow, Russland