16:20 06 Dezember 2019
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    US-Militär bekennt: F-35-Kampfjet ist ein Flop

    © Foto : U.S. Navy / Layne Laughter
    Militär
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    Die US-Luftwaffe will fast 90 Prozent der taktischen Flugzeugflotte durch neue Kampfjets des Typs F-35 ersetzen, die sich jedoch für Luftkämpfe selbst gegen ältere Modelle als ungeeignet erwiesen, schreibt „The Deaily Beast“.

    Die US-Luftwaffe habe damit endgültig zugegeben, dass der neue Kampfjet der 5. Generation Lockheed Martin F-35 nicht über die Manövrierfähigkeit verfüge, die für einen erfolgreichen Luftkampf notwendig sei, schreibt US-Militärexperte David Axe in einem Artikel für die Onlinezeitung „The Daily Beast“.

    Die fehlende Manövrierfähigkeit des Jets wurde vom Chef des Flugzeugkommandos der US-Luftstreitkräfte, General Herbert Carlisle, auf einer Konferenz in Maryland am 15. September bestätigt. „Der Kampfjet wurde nicht für den Luftkampf entwickelt“, so der US-General.

    Laut Oberst Edward Sholtis verfügt das Flugzeug über Eigenschaften, die seine Langsamkeit kompensieren können. „Der F-35-Jet wurde nicht für Kampfmanöver optimiert, doch das bedeutet nicht, dass er nicht die Luftüberlegenheit mit seinen starken Seiten erreichen kann“, wird der Sprecher der US-Luftstreitkräfte in der Onlinezeitung zitiert. Als starke Seiten des Flugzeuges gelten die verbesserte Avionik und die modernisierten Radarsysteme.

    Dem Experten zufolge widersprechen die jüngsten Behauptungen den früheren Aussagen der US-Militärs. 2008 sagte der General der US-Luftwaffe Charles Davis in einem Reuters-Interview, dass der F-35-Jet in Luftkämpfen um das Vierfache effektiver sein werde als die Vorgängermodelle. Entwickler Lockheed Martin verglich den neuen Kampfjet damals mit einem Reitpferd, weil es noch keine Kampfjets mit solch leistungsstarken Antrieben gab. Angesichts der gestiegenen Erwartungen an den Kampfjet wollten die USA damit die Großzahl der taktischen Flugzeuge ersetzen, darunter F/A 18 und F/16. Die US-Marineinfanterie wollte die neuen Kampfjets bereits im Juli in Dienst stellen. Das Pentagon will insgesamt 2400 Militärjets dieses Typs erwerben.

    Doch Mitte dieses Jahres habe sich herausgestellt, dass der schwere F-35-Jet bei Boden- und Luftangriffen nicht schnell und beweglich genug sei, um anderen Kampflugzeugen zu entkommen, so David Axe. Wenn die US-Luftwaffe mit diesen Jets fast 90 Prozent der taktischen Flugzeugflotte ersetzen wolle, müssen sie sowohl im direkten Luftkampf als auch beim Raketenbeschuss eine höhere Leistungsstärke haben. Zudem müsse sie schnell von Flugzeugträgern und vertikal von kleineren Landungsschiffen gestartet werden können.

    „Er soll bei Bombenangriffen langsam fliegen, doch zugleich schnell im Luftkampf sein. Der F-35-Jet soll Waffen für umfassendere Aufgaben tragen können, doch die Geschosse müssen in einem Behälter aufbewahrt werden, damit das Flugzeug nicht als großer Punkt auf den gegnerischen Radaren erscheint. Das bedeutet, dass man einen ziemlich langen Rumpf braucht, damit dort ein Behälter Platz findet, doch dann wird er langsamer sein“, so der Experte.

    Zudem braucht der Jet für vertikale Starts ein zweites Triebwerk, was den Kampfjet noch schwerer und unbeweglicher machen würde.

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    Tags:
    Luftstreitkräfte, F-35 Joint Strike Fighter (JSF), Jäger F/A-18E/F Super Hornet, F-16, Charles Davis, Edward Sholtis, David Axe, USA