06:37 19 Dezember 2018
SNA Radio
    Su-25

    Experte: Russland schickt 40 bis 60 Flieger und zwei Schutzbataillone nach Syrien

    © Sputnik / Vladimir Astapkovich
    Militär
    Zum Kurzlink
    Russland vs. Islamischer Staat (889)
    272358

    Russland wird in Syrien ein gemischtes Luftregiment aus 40 bis 60 Flugzeugen Su-24, Su-25 und Su-34 bilden und zwei Bataillone für den Schutz seines Luftstützpunktes nach Syrien entsenden, wie Konstantin Siwkow, Doktor der Militärwissenschaften und Präsident der Akademie für geopolitische Fragen, äußerte.

    Am Mittwoch hat der russische Föderationsrat (Parlamentsoberhaus) auf Antrag von Präsident Wladimir Putin den Einsatz russischer Streitkräfte im Ausland genehmigt. Mit der Bitte um Militärhilfe hatte sich der syrische Präsident Baschar Assad an Russland gewandt. 

    Laut dem Chef der russischen Präsidialverwaltung Sergej Iwanow geht es ausschließlich um einen Einsatz der russischen Luftstreitkräfte, die Teilnahme russischer Militärs bei Landoperationen sei ausgeschlossen. Das Ziel des Militäreinsatzes ist laut Iwanow die Unterstützung der syrischen Regierungstruppen in der Luft bei dem Kampf gegen den IS. 

    „Jetzt wurde dort eine Luftbasis entfaltet, das heißt es werden Kräfte eingesetzt, die einem Luftregiment entsprechen, also 40 bis 60 Maschinen. Wenn sie auf dem Flugplatz in Syrien stationiert werden, heißt es, dass zwei weitere Bataillone für die Bewachung und die Sicherheit eingesetzt werden müssen“, sagte Siwkow.

    Vor allem sollen bei der Operation Tiefflieger Su-25 und Frontbomber Su-24 eingesetzt werden, fügte er hinzu. „Vielleicht wird auch eine Staffel Su-34 als Experiment dorthin geschickt. Wahrscheinlich ist auch die Entsendung von Abfangjägern, welche die Kampfstabilität unserer Flugzeuge sichern sollen. So entsteht ein gemischtes Luftregiment, das zwei Sturmflieger-Staffeln, ein bis zwei Bomberstaffeln und ein bis zwei Jäger-Staffeln umfasst“, äußerte der Experte. 

    Die Handlungen der Aufklärungsflieger werden sich laut Siwkow auf den Einsatz von Aufklärungsflugzeugen und Drohnen  beschränken. Dabei schloss er die Einbeziehung der Krim-Flugplätze in die Operation nicht aus. 

    „Möglicherweise werden die Flugplätze auf der Krim von unseren Fernbombern benutzt. In diesem Fall wird die Belastung jedoch nicht sehr groß ausfallen, da sie über dem Kaspisee und anschließend dem Irak fliegen werden, denn die Türkei wird den Bombern kaum den Überflug gestatten“, betonte Siwkow. 

    Er unterstrich, dass die russischen Flieger höchstwahrscheinlich nicht mit ihren amerikanischen Kollegen zusammenarbeiten und die Zuständigkeitsbereiche mit den irakischen und iranischen Luftstreitkräften teilen werden.

    „Diese Operation wird eindeutig nicht mit den Amerikanern geführt. Mit dem Iran und dem Irak werden die Zuständigkeitszonen nach Höhe, Ziel und Aufgabe abgestimmt“, sagte der Experte.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russland vs. Islamischer Staat (889)

    Zum Thema:

    Kreml: Luftschläge der USA und Alliierten in Umgehung des Völkerrechts vorgenommen
    US-Botschaft: Putin und Obama einig über Russlands Militäreinsatz in Syrien
    Veteran der Spezialkräfte: Russlands Luftwaffe bekämpft IS effizienter als Koalition
    Kreml: Russland wird alle Verbündeten über Lufteinsatz informieren
    Tags:
    Su-34, Su-24, Su-25