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    Experte: IS-Infrastruktur kann mit Russlands Hilfe in einigen Monaten zerstört werden

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    Russland vs. Islamischer Staat (888)
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    Die Militärische Infrastruktur der Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien kann mithilfe der russischen Luftstreitkräfte binnen maximal eines halben Jahres vollkommen vernichtet werden, wie der russische Militärexperte und Mitglied im Fachbeirat des russischen Verteidigungsministeriums Igor Korotschenko am Donnerstag mitteilte.

    Dem Militärexperten zufolge sind die in Syrien stationierten russischen Luftstreitkräfte durchaus selbstständig: Die großen Vorräte an Bomben, Lenkraketen und Brennstoff in den russischen Stützpunkten Tartus und Latakia garantieren laut  Korotschenko ihre erfolgreiche Arbeit, die etwa drei bis sechs Monate lang andauern könnte.

    „Das ist eine vorläufige Prognose. (…) In diesem Zeitraum könnte aber die militärische Infrastruktur und die zentrale Koordinierung des IS vollständig  zerstört werden. Des Weiteren könnte der syrischen Armee in diesem Zeitraum dabei geholfen werden, die Kontrolle über die verlorenen Territorien zurückzugewinnen“, sagte er zu RIA Novosti.

    Russische Luftstreitkräfte im Einsatz gegen IS - VIDEO
    © Ruptly . Russlands Verteidigungsministerium

    Das neue Infozentrum in Bagdad, wo die Generalstäbe Russlands, Syriens, des Iran und des Irak Informationen zum Syrienkonflikt austauschen, sei ein effektives Hauptquartier der Koalition, dem sich früher oder später auch weitere Staaten des Nahen Ostens anschließen werden.

    „Offensichtlich steht dieses Zentrum auch in engem Kontakt mit dem Pentagon, um wiederum  die Tätigkeit der Einheiten der Luftstreitkräfte zu koordinieren  und  Zwischenfälle in der Luft und auf dem Boden zu verhindern", fügte er hinzu.

    Zuvor hatten Russland, der Irak, der Iran und Syrien ein gemeinsames Informationszentrum in Bagdad eingerichtet, um die Kampfmaßnahmen gegen den IS zu koordinieren. Zu den Hauptfunktionen dieses Zentrums gehören die Sammlung, Überarbeitung, Zusammenstellung und Analyse von laufenden Daten über die Lage im Nahen Osten in Bezug auf den Anti-IS-Kampf. Das Zentrum soll zudem die Informationen verteilen und den Generalstäben der Mitgliedsländer operativ übermitteln.

    Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation teilte am Mittwoch mit, man habe präzise Schläge gegen acht Objekte  des IS in Syrien geführt und dabei Munitions-, Waffen- und Treibstofflager sowie Ansammlungen von Militärtechnik getroffen und ebenso Kommandostellen des IS in den Bergen völlig vernichtet. Wie im Ministerium betont wurde, seien alle Angriffe nach einer Luftaufklärung und einer Auswertung der Angaben erfolgt, die man aus dem Stab der syrischen Armee erhalten habe.

    Am Donnerstag bestätigte der Botschafter Syriens in der Russischen Föderation Riyad Haddad, dass die Schläge der syrischen Armee bei russischer Luftunterstützung gerade gegen terroristische bewaffnete Gruppierungen, nicht aber gegen die Opposition oder gegen die Zivilbevölkerung geführt werden. Wie der Botschafter sagte, verfüge die syrische Armee über genaue Koordinaten der Terroristen.

    Das Völkerrecht lässt den Einsatz von Gewalt auf dem Territorium eines anderen Staates entweder auf Beschluss des Sicherheitsrates der UNO oder in der Eigenschaft der Selbstverteidigung oder auf Bitten der Behörden dieses anderen Staates zu.

    Russland begann die Luftangriffe gegen Stellungen des IS in Syrien auf Bitten des Präsidenten dieses Landes Baschar al-Assad. Dabei führt die Koalition mit den USA an der Spitze seit September 2014 Luftangriffe gegen Stellungen des IS in Syrien unter Umgehung des UN-Sicherheitsrates und ohne eine Koordinierung ihrer Aktivitäten mit den syrischen Behörden.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Militärhilfe, Igor Korotschenko, Russland, Syrien